Zwischen Eukalyptus und Lorbeer

Unter fachkundiger Führung des Hotelbesitzers wandern wir, was das Zeug hält, und zwar im wahrsten Sinn des Wortes – zum Glück hält das Zeug, also Klamotten, Schuhe und nicht zuletzt unsere menschlichen Grundgerüste.


Los geht es auf nebligkalter Hochebene (1450 m). Pläne, hier einen Flughafen zu bauen, wurden wegen meist schlechter Sicht wieder verworfen. Im Vordergrund Stechginster.


Die Sicht klärt sich. Neben der Levada lässt es sich zunächst sehr bequem laufen.


Wasserdetails.

Bald aber beginnt der angekündigte steile Abstieg, nicht etwa ausgeschildert, sondern kreuz und quer durch Gestrüpp, Gestein und Baumwurzeln. Hin und wieder ahnt man die Spur eines Pfades, dann wieder Wasserrinnsale und steile, aber immerhin bewaldete Abgründe. Der Führer ist prima: falls jemand meint, sich den Weg nicht zuzutrauen, würde er uns einen leichteren zeigen. Das andere ältere Paar ist wanderstockbewehrt und alpin erfahren, und wir tun so, als trauten wir uns alles zu. Also geht es weiter.


An Wasserfällen und verwunschenen Seen kommen wir vorbei.


Konzentrieren auf jeden einzelnen Schritt. Ich bin immer die letzte, weil ich Fotos machen muss.


Plötzlich eröffnet sich eine besondere Sicht. Im Vordergrund löwenzahnähnliches Riesengewächs.


An diesem See oberhalb des Risco-Wasserfalls wird eine Pause eingelegt.


Und wer will, klettert über die Steine bis zum Abgrund. Ich nicht…


… ich beobachte lieber von oben Algenstrukturen zwischen den Steinen.


Der weitere Weg erfordert wieder viel Konzentration.

Insgesamt dauert die Tour etwa fünf Stunden. Ich bin sehr froh, sie trotz meiner Abgrundangst mitgemacht zu haben. Nicht zuletzt ist das dem tollen Führer zu verdanken, seiner ruhigen selbstverständlichen Art, gefährlich scheinende Wege zu beschreiten und seinen interessanten Ausführungen über Flora, Fauna, Land und Leute.

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