Von Kurbelradios und Schütteltaschenlampen

Geräte, die ohne Strom auskommen, sind faszinierend. Die mechanische Nähmaschine meiner Oma zum Beispiel wird hoch in Ehren gehalten (leider kann sie keine Zickzackstiche, aber funktioniert einwandfrei), ein aufziehbarer Wecker ist noch da und sogar ein zweirädriger Sahneschläger – obwohl ich ihn nie benutze, viel zu anstrengend.
Die frisch erstandene Taschenlampe, die man durch kurzes Schütteln zum Leuchten bringt, ersetzt endlich die vielen nie funzenden Billigtaschenlampen, immer Batterie alle oder vom Filius ausgebaut. Hm, wo ist es eigentlich, das Prachtstück? Hat er’s wieder wo hingelegt, wo es keiner mehr findet…
Neulich hat mir jemand erzählt, es wäre auch schon ein Schüttelmotor erfunden worden, und zwar von einem Ungarn vor vielen Jahrzehnten, wenn ich mich recht erinnere, aber die Amis hätten ihm das Patent abgekauft und unter Verschluss gehalten oder in alle Winde verstreut. Klingt zwar etwas krude, aber ich als Anhängerin von Verschwörungstheorien winke da nicht gleich völlig ab.

Jedenfalls habe ich schon länger mit einem ganz bestimmten Gerät geliebäugelt und jetzt steht es in der Küche – ein kleines feines Kurbelradio. 2 Minuten kräftig aufgekurbelt gibt Saft für mehr als 2 Stunden. Großartig! Sogar wenn man den Akku raus nimmt, kann man noch Radio hören, allerdings muss man dann unentwegt kurbeln, das sieht zwar ganz witzig aus, aber lohnt nicht wirklich.

Mein Küchen-Kurbelradio, Lampe inklusive.

Übrigens – eine uralte Schreibmaschine steht auch noch irgendwo rum, aber ehrlich gesagt bin ich froh, dass ich die nicht mehr brauche. Obwohl sie auch eine tolle Erfindung ist.

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