Viola cornuta

Das unterste stark gefärbte Blütenblatt ist die Stiefmutter. Seitlich davon ihre Töchter auf je einem Kelchblatt. Oben die beiden Stieftöchter, die sich ein Kelchblatt teilen müssen. Zeigt sandigmageren Boden an.


Wildes Stiefmütterchen Hornveilchen im Mangold.


Vogelmiere (feuchte nährstoffreiche Böden) im Horn-Sauerklee.

7 Gedanken zu „Viola cornuta

  1. schöne erklärung des namens!
    so hatte ich die violas noch nicht gesehen.
    dein ‚wildes‘ hätte ich optisch eher den hornveilchen zugeordnet, aber die blühen wohl zu dieser fortgeschrittenen jahreszeit nicht mehr.

    mir ist die vogelmiere leider ausgegangen, weil ich sie u.a. an meine nagetiere verfüttere. ich hoffe sehr, dass das eine oder andere pflänzchen doch in aller heimlichkeit zur blüte gekommen ist und sich wieder ausgesamt hat.
    ich mag das ‚un’kraut in meinem garten. zumal, wenn es so schön heißt: stellaria.
    und nebenbei noch so gesund, weil inhaltsreich ist.

  2. REPLY:
    Viola cornuta, das ist es, das Stiefmütterchen hat sich daraus entwickelt. Wieder was dazu gelernt…

    Vogelmiere ist eigentlich nicht auszurotten, zum Glück. Schade, dass ich keine Ahnung von Biochemie habe, mehr Hintergrundwissen über die Inhaltsstoffe wäre gut. Ich habe Vogelmiere mal laut Rezept in Brötchen verbacken, die sahen grünlich aus, schmeckten kaum anders als sonst und fanden keinen großen Anklang. Das Kraut ist natürlich am besten frisch zu geniessen.

  3. REPLY:
    so es ein hornveilchen ist, wofür die selbst gewählte nachbarschaft zum mangold spricht, der ja auch nicht gerade ein kostverächter ist, hättest du die freude es im nächsten jahr wieder begrüßen zu dürfen, weil es doch, im gegensatz zu den magersüchtigen wilden tricolor, ein wurzelrizom hat und sich zu einer üppigen kleinen staude entwickeln kann.

    läßt du deinen mangold über winter stehen für eigenes saatgut (oder nur fürs auge)? ich kann mich ja immer wieder für die blütenstände von blattgemüsen begeistern. insbesondere denen der zichorien-sippe, die mich mit ihren blauen bütensternen regelmäßig und zuverlässig verzaubern. zum sich niemals dran satt sehen, finde ich die. [*]

    die vogelmiere schmeckt wirklich ganz lecker und wird bei mir ab und zu mal in gekräutertem salat versteckt. sie ist sehr vit.C- und mineralstoffhaltig, enthält aber auch auch oxalsäure (und saponin, wie ich gerade bei wikipedia las) deshalb kriegen die nager sie fast nur, wenn der löwenzahn gerade aus ist.
    biochemie ist auch nicht gerade mein steckenpferd – aber irgendwer hat’s ja netter weise immer irgenddwo hingeschrieben, wo man’s finden kann (z.b. wikipedia) ;·)

    [*]edit: passend dazu eben bei MarieHH gefunden, die gemeine wegwarte ist blume des jahres 2009! weil bedroht …

  4. REPLY:
    Habe ich neulich schon interessiert gegoogelt: sie kommen laut Wikipedia in vielen nährstoffreichen Pflanzen vor, die wir essen, haben in der Pflanzenheilkunde keinen geringen Wert, dürfen nur nicht in die Blutbahn gelangen (keine Ahnung, wie sie dorthin gelangen können, durch Verletzungen vielleicht).
    Wie bei allem kommt es vermutlich auf die richtige Balance an. Wer z.B. Unmengen Rhabarber isst, könnte wegen der Oxalsäure mindestens seine Nieren schädigen.
    Von welcher Art sind denn deine Nager? Kleine Tiere reagieren vielleicht empfindlicher. Meine Hausmäuse fressen am liebsten Knäckebrot 😉

    Mangold – ja, manchmal kommt er bei mir mühsam über den Winter, aber meistens ist der Frost zu stark.

    Und JA, blühende Zichorie finde ich auch wunderschön.
    Wollte schon immer mal die Wurzeln rösten und als Kaffee-Ersatz kosten (als Vorgeschmack auf schlechte Zeiten).

  5. REPLY:
    ich habe vier ‚wuggwuggs‘, auch ‚oecken‘ genannt, im volksmund meerschweinchen. die haben so einen seltsam konstruierten verdauungstrackt, der immer-immer-immer nachschub braucht, damit das getier nicht schaden nimmt, weil die peristaltik zum stillstand kommt. und da das handelsübliche futter viele fettmachende körner enthält, füttere ich lieber frisches zellulosezeugs (neben unmengen von heu), an dem sie lange zu kauen haben. und vit.C können sie nicht selber bilden, daher die entsprechende pflanzenauswahl, die aber auch nicht zu viel oxalsäure enthalten darf, wegen, du sagst es, der nierenbelastung. oder die ihre hormone ankurbeln, wie petersilie. und zuviel eiweiß, z.b. aus der luzerne, sollen sie auch nicht haben.
    klingt aber alles komplizierter, als es ist ;·)

    meine mäuse sind eher temporäre gäste. wegen der katzen. die schleppen sie ein und verlieren dann schon mal das eine oder andere spielgefährt. wenn’s glück hatte und mit dem leben davon kam, darf’s ein paar tage bei den oecken im offenen innengehege wohnen, sofern sie das mäuslein dulden, und sich dort wieder zu kräften fressen, denn da dürfen die katzen nicht rein. und sie halten sich dran – zumindest, wenn ich hin gucke. in diesem jahr hatte ich mehrere mäuse, die später, sichtlich besser genährt als zuvor, wieder zur tür hinaus geturnt sind. eine leere keksschachtel unterm regal dient als verschnaufstation auf diesem weg in die freiheit. dass sie genutzt wird, seh ich an den kötteln und der fast zahnlosen wolkenkatze, die das flüchtende wesen immer aufmerksam drumrum tänzelnd und miauend begleitet. ich glaube, die ist dann froh, wenn die maus draußen ist und sie nicht mehr aufpassen muss.
    soweit meins aus dem nagernähkästchen.

    @ sun-ray: zauberblumen am wegesrand haben’s heute schwer … iswohlso. und mit dem geburtsrecht ist das eh so’ne sache – ich trau ihm nicht wirklich übern weg. wie sagt man doch: shit happens ;·(

  6. REPLY:
    … mal Mäuschen spielen – die können es also richtig gut bei dir haben. Wenn die Population nur nicht so rasant ansteigen würde. Obwohl darauf vorbereitet, finde ich es unangenehm, ins vermeintlich leere Haus zu kommen und festzustellen, dass diese Nager die gesamte Küche in Beschlag genommen haben.
    Unsere Stadtkatzen wissen bedauerlicherweise nicht, wie Mäuse aussehen. Die würde ich gern ins Häuschen mitnehmen. Aber dann müsste ich sie wohl auch dort lassen und eigentlich ganz hinziehen.

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