Villenruine in Berlin

Kein Dach, keine Fussböden, aber die Fassade steht immer noch, mitten in einer ruhigen Seitenstrasse im gutbürgerlichen Steglitz. 1944 wurde das Haus zerbombt. Mehr über seine Geschichte hier.


Von der Strasse aus hinter hoher Vegetation Reste des einst prächtigen Gemäuers.


Wir finden seitlich einen Durchschlupf im Maschendrahtzaun und stehen plötzlich in einer märchenhaft verwunschenen Welt.


Beim Betreten des dachlosen Inneren ist mir erst etwas mulmig. Halten die hohen Wände oder stürzen sie genau jetzt ein? Ach was, passiert schon nix.


Mächtige Bäume wachsen seit vielen Jahrzehnten ungehindert bis weit übers ehemalige Dach. Der Stamm im Vordergrund allerdings musste erst ein Hindernis überwinden.


Fast wie eine tröstliche Dekoration wirken die Pflanzen inmitten des Zerstörten.


Eine „unverkäufliche“ Mülltonne von 1938.


Und in der Garage vermutlich die Überreste eines Vorkriegsautos.

2 Gedanken zu „Villenruine in Berlin

  1. Das sind tolle Bilder! In Köln gibt es so etwas im Zuge der Umsetzung diverser Lückenschließungs- und Brachflächenrecyclingprogramme schon lange nicht mehr – zum Schaden der Ökologie, für die diese Orte wichtige Rückzugsbiotope darstellten.

  2. REPLY:
    … das Gelände ist nach wie vor privat, weshalb man eigentlich nicht hin darf. Ich finde, es sollte allen zugänglich gemacht werden, wenigstens solange dieser Zustand anhält. Ganz abgesehen von fehlenden Sicherheitsvorkehrungen und Privatbesitz würden aber sicher die Anlieger der ruhigen Seitenstrasse protestieren.

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