Viele Hähne in Havanna

Die Hähne scheinen hier besonders laut zu krähen, was aber egal ist, weil wir wegen Jetlag eh zu nachtschlafender Zeit aufwachen und noch vorm Frühstück eine Runde in der aufgehende Sonne drehen.

Verglichen mit letztem Jahr scheint die Zeit stehengeblieben zu sein, viel Verfallenes, viel Müll, dazwischen wenige prächtig in Schuss gehaltene Villen. Die Schäden des kürzlichen Hurrikans weitgehend weggeräumt, Baumstümpfe säumen die löchrigen Wege.

Ein Volksladen mit Dingen des täglichen Bedarfs. Es gibt u.a. Reis, schwarze Bohnen, Seife und Tabak, zahlbar in CUP, der nationalen Währung.

Der Verkäufer in Positur will vielleicht zum Ausdruck bringen: Yeah, wir haben zu essen, uns geht es gut, das System ist gut!

Durch die Sonnenbrille wie in die Sequenz eines alten brauncolorigen Films geguckt: Im 5-Minuten-Takt fahren mit Arbeitern beladene Transporter über die Kreuzung, vorbei an regem Fußverkehr, Handwerkern, Lebensmittel Einholenden, Schlendrianen, im Müll Stöbernden, Paaren. Keine Kinder, die sind in der Schule. Das Bild bringt das alles leider nicht rüber.

Ein bisschen Altstadt war auch.

Und Besuch des Revolutionsmuseums in prächtigem Altstadtbau.

Kämpfen für die Freiheit…

Ein Gedanke zu „Viele Hähne in Havanna

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