Verwaiste Anatomie

Der verlassene Gebäudekomplex des ehemaligen anatomischen Instituts nah beim Botanischen Garten ist nicht zu übersehen, fast alle Fenster aufgerissen, die meisten Scheiben zerschlagen, der Vordereingang verrammelt. Um die Ecke schlüpft man durch eine Absperröffnung und dann gleich durch die offene Tür.

Und schon stehen mittelalterliche Bilder vor Augen. Keine Frage, was in diesem Raum einst gezeigt wurde.

Durch eine grosse Halle…

…über den Innenhof in den nächsten Gebäudeteil.

Im Hörsaal.

Weitere Halle.

Viele Arbeitsräume.

Eine Treppe hoch…

… zu weiteren Forschungsräumen.

Passende Bemalung.

Wo sind die Seziertische und Kühlkammern, die auf Fotos zu sehen sind? Nervlich etwas angespannt und ohne Taschenlampe wird beschlossen, auf Besichtigung der Keller zu verzichten. Ein paar Tage später wieder da. Mit frisch gestählten Nerven und Stirnlampe. Laut auf Bleche fallende Regentropfen tragen nicht gerade zu entspanntem Kellerrundgang bei. Aber tatsächlich, unten gibt es noch einiges zu entdecken.

Becken für einzelne Organe?

Gelungen bemalte Kühlkammern.

Mehr Kühlkammern…

… und dann noch sehr viel mehr Kühlkammern.

Unter Scherben.

Früher besonders gut verschlossene Kellertür. Wegen der wertvollen Leichen?

Ein Gedanke zu „Verwaiste Anatomie

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