Wild, unsichtbar, nützlich

Wilde Hefen schwirren durch die Lüfte, lassen sich auf Roggenmehlbrei nieder, fressen sich durch und schwupps ist es Sauerteigansatz für Roggenbrot. Lassen sich auf Obstsaft nieder, trinken sich durch und schwupps ist es Obstwein.
Oder Milchsäurebakterien. Verwandeln Gemüse in Milchsaures. Versuche ich jetzt auch mal.

Rübchen, Möhrchen, Zuchinis mit Knoblauch, Chili und Ingwer in 2%ige Salzlake, runterdrücken, beschweren, damit nichts an der Oberfläche schwimmt, Deckel drauf, 4 Wochen warten. Sieht ja erst mal appetitlich aus. Bin gespannt, was draus wird.

Im Garten ist Altweibersommer.

Zinnie mit Besucher.

Letzte Tomaten.

Mit Schnecken.

Tomatenbeerdigung

Braunfäule, elf Pflanzen hin, traurig. 5 kg grüne Früchte notgeerntet, vielleicht wird ja noch was draus. Widerstandsfähiger und weiterhin reichtragend sind die blauen Sorten Antho weiss und Glossy Rose Blue.


Wieder eine Heidelibelle.


Und die schöne Herbstblühstaude, deren Namen ich nicht weiss, öffnet sich.


Nach dem Tomatensterben ist mir herbstlich gedämpft und ich halte Ausschau nach der Herbstzeitlosen. Ach, sie wird bald unterm kranken Nussbaum erscheinen.

Tomatige Zeiten

Dass immer alles auf einmal reif wird. Und wegen Tomatenforen bin ich jetzt auch noch dem Saatguttauschrausch verfallen.


White Cherry, zuckersüss.


Blue Cherry, wie es auf der Beschriftung stand, ist das sicher nicht. Aber reichtragende mittelgrosse Fleischtomate. Bei mir heisst sie Schwarzauge.


Reifende Ochsenzungensaat.


Garten am Abend.


Wann wirft sie endlich den Ball?.

Tomatenbefreiung

Alles in die Erde gebracht. Sehr schön an den Stäben erkennbar die ausgesetzten Tomaten. Johannisbeer, Sweet Pearl Currant, Blue Berry, Orange Coloured, Cerise rot, Goldene Königin. Also einige Strauch und einige mit kleineren Früchten, die relativ freilandsicher sein sollen. Aber auch Black Berry, Tom Tiger, Königin der Nacht, rotschwarze ohne Namen, Antho weiss und rosa. Dann gibt es noch 14 empfindliche Sorten in 20 Liter-Kübeln an überdachten Wänden. Oh Wettergott, keinen langen kalten Regen mehr!

Chor der Farne.

Viel versprechend.

Schwarzes SchafSchneck.

Tomatentag in Greiffenberg

Der Verein zur Erhaltung und Rekultivierung von Nutzpflanzen VERN hat in Greiffenberg einen Schaugarten und lud gestern zum Tomatentag mit 120 Sorten im Angebot. Keine einzige Tomate wurde die Tage zuvor abgegeben. Der Ort wimmelte von Tomatenliebhabern, 1 1/2 Std. Schlangestehen. Man fragt sich, warum man das mitmacht, wenn man doch selbst Tomatensaatgut gewinnt und dieses Jahr ca. 50 besondere Sorten hochgezogen hat. Sind nun noch fünf Töpfchen dazu gekommen. Nächstes Mal nicht mehr am Eröffnungstag hinfahren, sondern etwas später!

Stolze Kühe und Kälbchen in Stolzenhagen.