Spillinge & Glücksgefühle

In den drei Wochen, als ich fort war, wurden die Spillinge reif. Ein umwerfender Geruch – süß gärt der Pflaumenbrei auf der Wiese, umgeben von tosendem Summen. Die Insekten fühlen sich sicher im Paradies. Der das Haus hütete wohl auch ein bisschen, er schrieb von Glücksgefühlen bei den Gerüchen. Statt die Spillinge zu essen oder Marmelade zu kochen – Glücksgefühle. Ich hätte die ja eher beim Aufsammeln und Verarbeiten.

Der Ballonwein rankt kräftig.

Massen von gelben Tomaten, die meisten geplatzt, aber schmecken prima.

Insekt auf Zeitung.

Ein einziger Kürbis hat bisher angesetzt, das ist schade. Der Garten sieht schön verwildert aus. Eigentlich müsste ich Erdbeeren setzen, aber diesmal ist die Zeit knapp.

Von der Stirne heiss …

… rinnen muss der Schweiss – fällt mir an Hundstagen wie heute ein, wenn es schon bei ein bißchen Hacken von der Stirn tropft. Das schwüle Wetter macht mich fertig. Immerhin habe ich beim Spiel Schweden – Paraguay in der Kammer entrümpelt. Ich muss immer irgendwas tun. Ich kann nicht gut still sitzen. Nur in der schlimmsten Hitze.

Bienenfreude

Die Spillinge versprechen reiche Ernte. Nur dumm, dass alle auf einmal vom Baum fallen. Vielleicht versuche ich es mal mit Spillinge-Wein.

Der Holundersekt gärt stark dank des heißen Wetters und riecht schon sehr gut alkoholisch.