In alter Besetzung

Gestern noch drei kotzende Elende auf Reisen – die ganze Familie. Aber heute schon wieder im Fischlokal. So sieht hartgesotten aus.

Um die Ecke von der gemütlichen Unterkunft ein ganzer verlorener Häuserblock. Viel Regen, deshalb schön grün hier. Aber wir sind ja nicht aus Zucker, deshalb gehen wir mit dem Sohn ins Ozeanium. Wasser zu Wasser.

Und abends nach dem Fischlokal im Dauerregen noch viele Treppen hoch. Jetzt ein Magenbitter!

Mouraria

Mitte des 12. Jhdts wurden die von christlichem König besiegten Muslime ins Maurenghetto an den Rand vom mittelalterlichen Lissabon verbannt. Um 1500 verbot weiterer christlicher König alle nichtchristlichen Religionen. Einige hundert Jahre später liess Salazar so gut wie alle historischen Gebäude im Viertel abreissen. Im Reiseführer steht weiter, dass hier seit jeher gesellschaftliche Randgruppen wie entlassene Sklaven, Tagelöhner, Zuhälter, Prostituierte wohnen.

Die Treppe hoch bei Metrostation Martim Moniz. Touri muss gleich auffälligen Hahn knipsen. Der dreht sich im Wind und bewegt auch den Schnabel.

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