Aqueduto das Águas Livres

Mit Komoot Wanderroute von Lapa in den westlichen grünen Bereich Lissabons erstellt, halb Stadt, halb Natur sozusagen. Die Route führt schnurstracks übers 1 km lange Aquädukt. Allerdings kommt man am Ende dieser Strecke zu einer gefängnisartigen Absperrung, durch die man nur sehnsüchtig auf das Grün dahinter starren kann.

Nachdem M. sich oben vom Aquädukt aus die Verläufe der Schnellstrassen und Brücken eingeprägt hat, beschliessen wir, unten rum den Umweg zu laufen.

Grossartiger Blick auch von hier, ganz hinten wollen wir wieder hoch.

Hitze und enorme Geräuschkulisse unter den Brücken – nicht schön.

Nach Überqueren der Schnellstrassen endlich die Brücke beim Bahnhof Campolide erreicht.

Bahnhofsausgang direkt auf der anderen Strassenseite.

Hier geht es weiter. Das sieht abenteuerlich aus und ganz schön steil. Aber es gibt eine Treppe mit gefühlten 200 Stufen. Und oben einen öffentlichen Wasserhahn, erfrischend!

Völlig verschwitzt schleichen wir eine Strasse mit sehr ärmlich wirkenden Behausungen lang. An der Ecke ein Lokal. Kaffee, Wasser, erstmal hinsetzen und verschnaufen. Eine Menge los hier, Mütter mit Kindern, Männer verschiedenen Alters, viele Schwarze, ein Jugendlicher steht rum und untersucht ein Maschinengewehr aus Plastik. Als ich Fotoapparat raushole, wird mir bedeutet, dass hier oben gleich das Ende des Aquädukts ist. Nett und neugierig wirken die Leute, sicher kommen hier nicht häufig Touris vorbei.
Noch weiter oben gut instand gehaltene hübsche kleine Häuschen, direkt dahinter beginnt der westliche Grüngürtel der Stadt.

Und hier das versperrte Ende des Aquädukts. Wäre es offen gewesen, dann wäre man im wahrsten Sinn des Wortes über die ganze Gegend hinweg spaziert.

Die ganze Tour (2 Std., ca. 10 km) bei Komoot.

Von Elvis bis XL Factory

LX Factory – gleich am Eingang.

Hier unter der 25. April-Brücke findet man mehrere Startupunternehmen.

Hinten die Brücke.

Schön.

Wir waren hier ja schon mal beim Tüftler in der Buchhandlung.

Theater war auch, englisches, Cooking with Elvis. Viel verstanden habe ich nicht, konnte aber der simpel gestrickten Handlung immerhin folgen.

Ausserdem: 1 Std. Schlangestehen beim Warten auf die 28.

Ende Oktober – die Blüten wurden wohl für die Touris angeklebt, oder was ist das für ein Baum? Zeitweiliges Stimmungstief wegen viel Regen.

Der Pynchonpark im vor kurzem eröffneten MAAT. Ausserirdische halten Menschen hier wie Zootiere.

Auffälliger Balkon.

Auffälliges Tor.

Engel mit Schiebepuzzle.

Heutiges Highlight: zufällig was von Vhils gefunden.

Aufgeweicht

Lange in Schlange warten auf die nächste 28er Strassenbahn. Ah, Fensterplatz ergattert. Allerdings betropfte beschlagene Scheibe, da muss man gar nicht erst anfangen, wild drauflos zu knipsen. Stattdessen Entspannung. Endlich im Trockenen durch die Stadt rattern.

Der Neffe macht hier gerade Auslandssemester, hat einige Geheimtipps parat. Zum Beispiel den „illegalen Chinesen“ in unauffälliger Privatwohnung – billiges Essen im Doppelsinn, aber schmeckt prima. Voll mit heiteren Studenten, Essstäbchen trommeln an Tellerrand, kurze Gesänge branden auf, man darf rauchen, vor der offenen Wohnungstür Warteschlange zwei Stockwerke tief bis zur Strasse.

Alles in Martim Moniz, praktischerweise fussnah von der Unterkunft aus. Hier in der Nr. 59 gleich zwei dieser offenbar von der Obrigkeit geduldeten privaten Esslokale. Übrigens soll es auch private Kapverdianer geben.

In alter Besetzung

Gestern noch drei kotzende Elende auf Reisen – die ganze Familie. Aber heute schon wieder im Fischlokal. So sieht hartgesotten aus.

Um die Ecke von der gemütlichen Unterkunft ein ganzer verlorener Häuserblock. Viel Regen, deshalb schön grün hier. Aber wir sind ja nicht aus Zucker, deshalb gehen wir mit dem Sohn ins Ozeanium. Wasser zu Wasser.

Und abends nach dem Fischlokal im Dauerregen noch viele Treppen hoch. Jetzt ein Magenbitter!