Nieselig schön

Letzte Nacht im Dunkeln nach Zurechtzupfen der Decke schlaftrunken mit dem Schienbein gegen die Bettkante geknallt und in Folge zu Boden auf eh schon problematische Schulter gefallen. Volle Kante sozusagen. Zwei höllische Schmerzherde kurz und plötzlich. Dicke Wade mit nassem Handtuch gekühlt, ins Bett gefallen und ziemlich sofort eingeschlafen. Schienbein jetzt grün und blau und man darf nicht drauf drücken. Sonst alles gut. Aber kurze Angst, nicht mehr funktionieren zu können…

Endlich wieder im Garten. Mit Badjem. Ah, die ersten Saaten sind aufgelaufen, sogar schon Petersilie, glaubich.

Bisschen nieseliges Wetter. Aber nach langem Hundespaziergang muss hier noch was getan werden. Dabei kommt man ins Schwitzen, hinten hängt der Schal.

Kuhschelle mit Vergrösserungsnieseltropfen.

Und natürlich blühen die Tulpen.

Kuhschelle, Spilling, Warzentulpe

Prima Gartenarbeitswetter, denke ich morgens, aber es tröpfelt immer stärker und wird ungemütlich draussen. Im Haus gibt es auch genug zu tun. Zum Beispiel die wegen Feuchtigkeit abgeblätterte Stelle an der Küchenwand mal wieder überzustreichen. Fragt sich nur, wie lange das diesmal hält.



Regenschutz in Spillingblüte.



Kuhschelle.



Ach ja, letzten Herbst gelegt, wie heisst diese warzige Tulpe nochmal? Warzige Tulpe eben.

Quecke als Arznei

Ein wertvolles Heilgras im Garten und bis gestern nicht gewusst.
Die Wurzel der Quecke enthält ätherische Öle mit starkem Antibiotikum, wirkt also desinfizierend, außerdem Vitamin A und B und besonders Kaliumsalze, Eisen, Kieselsäure. Anwendung unter anderm bei Bronchitis und Harnbeschwerden.
Früher wurde die Quecke sogar gegessen – wegen zuckerhaltiger Wurzel mit ziemlich viel Kohlenhydraten, geröstet soll sie ähnlich wie Topinambur schmecken. Die Wurzeln einfach im Schatten an der Luft trocknen.
Erstaunlich, was man alles essen kann. Weil ich ja genug davon habe, probiere ich es mal aus und werde dann davon berichten.

Quecke mit Puppe – aber ich weiss mal wieder nicht, von welchem Insekt.

Puppe nah, der Kopf bewegte sich.

Kuhschelle mit Bodendecker vor Himbrombeere in Abendsonne.

Queckenqual

Die Himbeeren werden nix mehr, jahrelang gab es nur wenig Ertrag auf dem mageren Sandboden. Am besten vermehrten verfilzten sich die Quecken dazwischen. Ab jetzt ist Schluss damit, nein, natürlich nicht, sie kommen bestimmt wieder. Aber ich habe alle Himbeeren rausgerissen und sorgfältigst nach den Quecken mit ihren unterirdischen Ausläufern gebuddelt. Viele Stunden lang. Und auch versucht, den Boden zu verbessern, Grasschnitt untergegraben, gute Erde eingeharkt… und seh jetzt schon die zarten Queckengräschen aus den übersehenen Wurzelteilchen wieder auftauchen…

Ein winzigkleiner roter Käfer – nee, ist wohl eher eine Spinne.

Nach dem Regen heute morgen leuchteten besonders die Kuhschellen.

Frisch mit Regentropfen.