Abgeschnitten und vergessen

Heute abend: als ich neue Bilder aufladen will, ist das Telefon plötzlich tot. Kabelruckeln erfolglos. Ich hole das Handy raus, eine Automatenstimme fordert mich auf, die Simkarte aufzuladen.
Ich sitze also einsam und kontaktlos am Ende der Welt. Ein großes Unbehagen überkommt mich, rastlos fummle ich an verschiedenen Drähten herum, nehme immer wieder den Hörer ab – nichts.
Wie war das denn früher? Als wir das Haus hier im Osten nach der Wende kauften, hatte kaum jemand im Ort Telefon. Es gab ein Telefonhäuschen am Rathaus, das oft benutzt wurde. Aber das gibt es nicht mehr. Sollte ich mich nicht trotzdem beruhigen? Bin ich eben mal nicht erreichbar… Plötzlich klingelt es und die Störung ist vorüber. Ich bin so erleichtert!

Oranges Blümchen aus Tüte von vor zwei Jahren, das sich inzwischen durch Aussaat stark verbreitet hat.

Stangenbohne Blauhilde mit winziger Frucht.

Die ersten Spillinge fallen jetzt schon vom Baum. Mit Tomaten wird es dieses Jahr wohl gar nichts, alle von der Braunfäule dahingerafft.

Wildwuchs

„Der Garten braucht jetzt jeden Tag seinen Meister“ steht in der Bauernnaturgeschichte – aber ich war zehn Tage nicht hier und Meister bin ich sowieso nicht. Schön wild ist alles, Kürbis erdrückt Peperoni, Brombeerranken fallen in die Erdbeeren und Tomaten haben jetzt schon Braunfäule.

Echinacea im Lavendel

Der Alant hat erste Blüten.

Roter Meier sät sich immer wieder selbst aus.
Er wurde übrigens schon bei den Römern als Blattgemüse genutzt. Kann man prima das ganze Jahr ernten und wie Spinat essen, sieht obendrein dekorativ aus.