Ackern ohne Ende

Bei diesem tropisch-schwülen Wetter mit täglich einmal Gewitter wuchern die Wege so zu, dass die Beete gar nicht mehr zu sehen sind. Der Nachbar wollte mir zwar widerstrebend von seinem kostbaren Mulch abgeben, von dem er mehr als genug hat, aber das geriet dann in Vergessenheit und ich frag ihn nicht noch mal. Also heute Wege gesäubert. Und das Projekt „Grashang abstufen und bepflanzen“ wieder aufgenommen. Zwei Meter geschafft, mit Backsteinen und schönen Steinen befestigt und Duftthymian drauf. Der soll das Gras zurückhalten.

Der alte Duftthymian hat sich massig ausgebreitet. Jetzt blüht er und ist voll Getier.

Ein ziemlich großer roter Käfer.

Der ist beim Abflug ganz schön laut.

Und wieder so eine Art Grashüpfer, der hüpft aber nicht – ist vielleicht doch was anderes.

Den Kirschbaum habe ich noch abgeerntet, ordentliche Ausbeute, passt gut für heute abend, wenn ich mir von 24 die dritte Staffel weiter reinziehe.

Winzige Wanzen & Wasserkäfer

Am privaten tiefen See bei Bölkendorf ist das Baden verboten wegen Naturschutz und Trinkwasserreservoir. Hier treffen sich an heißen Tagen trotzdem die Schwimmlustigen, viele davon Berliner. Manchmal kommt der Besitzer vorbei und fordert alle höflich auf zu gehen – aber wenig später ist der See schon wieder voll.
Heute war ich auch mit, tauchte einmal ein, aber war dann mehr auf Jagd nach Motiven. Ich fand zum Beispiel diesen Käfer.

Ganz nah am Ufer bewegte er sich unter Wasser.

Eine winzigkleine Wanze.

Und noch mal Mohn mit Besuch im Garten.

Mohnzeit

Eine Woche nicht hier gewesen und schon geht das Rupfen und Zupfen los. Überall kleine Unkrautberge, die angeblich von den Regenwürmern gern verwertet werden, jedenfalls bedecken sie zerkleinert schön den Boden. Der türkische Mohn ist ein echter Hingucker, geradezu aufdringlich. Dicke Radieschen und mickrige Erdbeeren. Lilien, Rosen, Lupinen.

Insekt in Lupine, ein kleiner Grashüpfer vielleicht…

An der Oder menschenleer geräuschvoll – Froschquaken, Flügelschlagen, Surren und Zirpen. Dann Motorengeräusch, ein langer Schrottfrachter schiebt sich langsam den Fluss entlang.

Später schneide ich mühsam mit der Heckenschere das Gras, wo der Rasenmäher nicht hinkommt, hoppelhoppel.