Das alte Spillingslied

Bei der Titelfindung Erinnerung an das Lied „Das alte Försterhaus“, eine uralte Singleschallplatte der Eltern: „Das alte Försterhaus, dort, wo die Tannen stehn, das hat seit Jahr und Tag viel Freud und Leid gesehn…“
Also Spillinge: In wenigen Tagen ca. 20 kg aufgesammelt. Marmelade (Schokospilling, Johannisbeerspilling, Schnapsspilling), viel Kaltschale, Kuchen (Quarkölteig), auch eingefroren und soviel wie möglich in alle Richtungen weggegeben. Uffz… M. meint übrigens, der Baum soll weg, aber damit will er bloss provozieren, kommt natürlich gar nicht in Frage.

Höhnisch lachende Spillinge. Wohl zu viele entkernt.

Eidechse aus Regentonne gerettet, ist noch etwas schockstarr.

Am Zucchiniblatt ein Grashüpfer.

Im Alant mächtig was los.

Vorgartentabak in Blüte.

Stangenbohne Blauhilde wuchert sehr wild, deshalb heute zusätzliches Rankgerüst gebaut.

Ich liebe diesen wucherfeuchten Juli!

Tierchen

Eine ziemlich große Eidechse beim Gestrüpphaufen, aber sie konnte sich viel zu schnell verstecken.
In der Scheunenecke auf den wilden Pflaumenbäumen, fast jedes Blatt ist besetzt von Larven und roten und gelben Marienkäfern.

Winziger Hüpfer im Topinambur.

Die Haustür hatte jemand vergessen zuzumachen, laut brummend flog eine große Hummel immer wieder gegen das Fenster.

Und ein langschwänziges Insekt von außen durch die Scheibe.

Gestern gab’s langen warmen Landregen, schnell noch die reifen Himbrombeeren gepflückt, die Zuckererbsen und ein paar Kirschen von Nachbars verlaustem Baum. Diese paradiesisch schöne Jahreszeit, ich könnte endlos in der Natur buddeln und überall die Linse reinstecken.

Rittersporn nach dem Regen.

Mangold nach dem Regen.

Liebesgrund

Gleich hinterm Dorf durch Felder, dann steil ins windgeschützte Tal voller Apfel- und Pflaumenbäumen, schönste Sträucher – Holunder, Hagebutte, Weissdorn, Kastanien dazwischen und Wiesenblumen in Hülle und Fülle und Blüte, hinunter in den Liebesgrund, wirklich ein passender Name.

Rainfarn und Distel.
Viele Falter flogen auf, ich kriegte keinen aufs Bild…

…aber diesen Hüpfer.

Und oben ein Bauer beim Heumachen.

Hochzeitsflug der Ameisen

Bedeckt, warm, windstill, es wimmelt von Insekten.
Mitten auf dem Weg ein kleines Loch, aus dem stundenlang geflügelte Ameisen quellen, erst torkeln sie benommen herum, plötzlich fliegen sie weg. Es sind neue Königinnen, die ihr Reich jetzt finden müssen und Männchen zur Befruchtung, die hinterher gefressen werden. Das passiert nur einmal im Jahr – und endlich habe ich es bei Wikipedia nachgelesen.

Geflügelte Ameisen

Braunfäule bei den Tomaten ist weit fortgeschritten. Zwar Entfernung der befallenen Blätter, um Pilzverbreitung zu verzögern, aber es nützt nicht viel. Mist.
Sonst sieht alles prächtig und saftig aus.

Hüpfer.

Streifenwanze

Nachts so schwül, erst Alptraum und Schrei: ich muss raus, raus aus Labyrinthen. Dann Gewitter nah, aufgesprungen und durchs Haus gewandert, Morgendämmerung, Donnerhall, Sturzregen.
Der Tag beginnt mit tropischer Schwüle und bedecktem Himmel, gut auszuhalten, aber manchmal zeigt sich stechend die Sonne.

Blühender Liebstöckel voller rotschwarz gestreifter Wanzen – Streifenwanzen, sagt die Insektenbox.

Streifenwanze bei der Paarung im Liebstöckel (wie passend).

Die Salatrauke ist ins Kraut geschossen, kleine schwarze Käfer fühlen sich von den Knospen angezogen.

In den Erdbeeren diesen braunen Hüpfer entdeckt.