Echs des Tages


An der Südseite des löchrigen Gemäuers zur Mittagsstunde. Vermutlich lebt hier eine ganze Eidechsenfamilie, denn diese ist noch ziemlich klein und Unterschlupf gibt es viel zwischen den bröckligen Steinen.

Echse


Bei Sonne fühlt sie sich auf den warmen Stufen vom Gartentreppchen wohl. Den ganzen Sommer über sah ich sie öfters davon huschen – endlich ist sie auf Foto eingefangen – ganz gut, finde ich.

Echsenzeit

Beim Hochlaufen des Gartentreppchens raschelt es in den Gräsern, beim Runterlaufen wieder. Ich setze mich still auf die Bank, warte ein Weilchen, pirsche mich dann vorsichtig an: tatsächlich, sie ist aufgewacht.


Die kaltblütige Echse beim Aufwärmen.


Näher dran. Sie sieht nicht so farbenprächtig aus, ich glaube, es ist ein Weibchen.

Poppy & Borage

Morgens noch ohne Kaffee schon Englisch sprechen – ich merke, es geht. Vor der Scheune sitzt der amerikanische Comiczeichner Mark und schreibt in sein Diary. Er zeigt mir eine Zeichnung, die er beim Besuch vor drei Jahren gemacht hat.

Haus und Garten, man kann das Bild drehen wie eine Spielkarte – great!

Später geht der endlose Regen los. Judy schenkt mir ein Bild mit gepressten Blüten aus meinem Garten. So sweet. Dann übt sie Gitarre für den Auftritt abends und ich koche Tee aus Borretsch und Goldmohn. Wegen schlechtem Wetter, gut gegen Melancholie und Trübsinn. Obwohl wir alle gar nicht trübsinnig sind, trinken wir das Gebräu. Jeder findet, dass es anders schmeckt: süss, metallisch, mild, nach Fleisch. Was für ein sonderbarer Tee.
Den Gesprächen höre ich oft nur zu, aber verstehe erstaunlich viel selbst von den politischen Themen. Die beiden sind so liebenswert, allerdings ist das Englischreden auf Dauer ganz schön anstrengend.

Das war gestern, jetzt sind sie schon wieder fort.

Heute kein Regen, wolkig warm. Sogar einen Schwalbenschwanz entdeckt, aber der war zu schnell.

Eine grüne Wanze.

Ein Schmetterling.

Und als Highlight zeigte sich endlich mal wieder die Eidechse.

Zum italienischen Friseur am Lago Maggiore…

… mit dem ich mich kaum verständigen kann. Beim Haarewaschen Blick auf Sturzregen und Gewitter. Nur un pocco die Spitzen kürzen, bedeute ich ihm. Er schneidet gut.

Lago in Abendsonne kurz vor der Landung in Mailand – schon fast eine Woche her.

Castellveccana – bei der Fabrikruine am Strand.

Niemand kümmert sich hier um Einsturzgefahr. Es gibt so viel Platz am langen wilden Strand.

In diesem kleinen Hinterhof in Laveno riecht es tunnelkühl und zugig.

Und dann noch zwei Eidechsen.