Stachelbeeren satt

Wenn man im Sommer nach zehn Tagen erst wieder in seinen Garten kommt, ist dort ganz schön viel passiert. Tomaten einen halben Meter gewachsen, der Zierkürbis den halben Zaun schon hochgeklettert, Waldrebe und Malve blühen wie im… Paradies?

Blüte von Peperoni, dicke Schoten hängen auch schon dran.

Neuling Kiwano Quatsch, Ziergurke – anfangs sehr kümmerlich, mag sicher tropisches Wetter, treibt jetzt viele Ranken den Zaun hoch und hat tatsächlich diese eine Frucht, die genau so aussieht wie auf dem Samentütchen.

Alant mit mutierter Riesenblüte, ungefähr zehnmal breiter als normalerweise.

Die Andenbeere blüht klein und versteckt, Früchte gibt es auch schon.

Im Koriander ein gelber Käfer.

Dieser Marienkäfer wurde von zwei Ameisen attackiert und suchte das Weite. Merkwürdig, gehen die jetzt schon gesammelt auf ihre Feinde los? Werden die immer klüger? Sieht man sie demnächst mit zusätzlichen Waffen rumrennen, die Ameisen?

Kampf um Sichtschutz und Zaunbegrünung

Der sonst ganz nette Nachbar hat den halben Zaun lang Koniferen als Sichtschutz gepflanzt. Die sind schon mächtig groß geworden – außer im Bereich des Nussbaums, da kümmern sie.
Ich mag keine Koniferen, obendrein bedrängen sie meine Pflanzen. Jeden Frühling muss ich die Äste wegschnippeln, die durch den Zaun wachsen. Ich schneide so radikal, dass auch ordentliche Löcher im Sichtschutz sind. Von meiner Zaunseite klettern dann massig Trichterwinden hoch, die die Koniferen umklammern und es gegen Sommerende bis zum Birnbaum des Nachbarn schaffen. Der Nachbar sagt aber nix. Einmal hatte er meine Trichterwinden abgerissen, dafür schnippelte ich noch im selben Herbst besonders große Löcher in seinen Sichtschutz.
Es ist aber nicht so, dass wir uns ständig bekämpfen – wir haben nur ganz verschiedene Vorstellungen von Gartengestaltung und ansonsten ein ganz nettes Verhältnis.

Neben den Koniferen lasse ich einen Zierkürbis hochklettern – der wächst bestimmt demnächst durch den Zaun.

Heute noch mal das Brombeergerüst gerichtet, es war schon kurz vorm Umfallen wegen der vielen neuen Ranken.

Brombeere, dahinter Stangenbohne Blauhilde, dahinter der Koniferenzaun.

Am Ende des Gartens Alant und Feuerholz, davor breitet sich ein blauer Kürbis aus.

Gelbe Ringelblume am Abend.

Orange Ringelblume am Abend.

Und als ich ins Haus gehen will, blinkt die Solardiscoleuchte für Senioren langsam rot blau grün.

Susie, ich denk an dich.

Fischkopf vom Himmel

Vor ein paar Jahren im Frühjahr bei der Bestellung des Erbsenbeetes: ich trete einen Schritt zurück, um mein Werk zu begutachten. Da knallt vom Himmel mit Wucht etwas tief in den aufgelockerten Boden. Ein skelettierter großer Fischkopf. Hätte mich um ein Haar getroffen. Muss ein Vogel fallengelassen haben. Leider machte ich damals kein Foto, aber habe mich heute dran erinnert, als ich am Alant vorbeiging:

Alant mit auffällig dekorierter Feder.

Viel geschafft bei gut erträglichem Klima, Winterportulak gesät, die morschen Balken vom Brombeergerüst gerichtet, Erdbeertriebe in Töpfe gelenkt.

Bienenartiges Insekt im Alant

Sauerampfersamen an Rainfarn.

Rittersporn.

Mörder in Aktion

Gut beleuchtet wickelt die kleine Spinne in der Veranda ihr Opfer ein. Blitzschnell dreht sie die Fliege immer tiefer ins Fadengespinst.



Ich habe ein Movie davon gemacht. Klick aufs Bild!

Wespenartiges Insekt im Alant.

… und wespenartiges Insekt in der Ringelblume. Bei Gelegenheit werde ich recherchieren, wie die Viecher heißen.

Brombeeren & Blaue Bohnen

5 Wochen ohne Regen, sagt die Nachbarin, die aufschreibt, wann es wieviel regnet.
Länger als gewollt musste ich im Backofen Berlin bleiben, heute endlich wieder auf dem Backofen-Land. Es sieht nicht so schlimm aus wie befürchtet: viel trockenes Gestrüpp, die Wiese verdorrt wie auf Kreta im Hochsommer, aber mein Garten wurde gegossen :-))
Brombeeren und Blaue Bohnen geerntet und die ersten Tomaten.

Verblühter Alant


Feuerwanzen?


Sonnenblumen … immer wieder so schön …