Tag des Feuers

Ab mittags verzog sich der Odernebel – ein schöner Herbsttag.

Der Nachbar rückte mit Spiritus und Sohn an. Es war einiges zu verbrennen, seine übers Jahr abgeholzten Fichten, Kiefern und Koniferen nahmen schon die ganze Böschung ein, meine paar Essigbäumchen, bisschen Totholz und Gestrüpp gingen darin völlig unter.

Viele Stunden dauerte die Aktion. Es wurde hexenverbrennungsheiss.

Abends dann Stockbrot und Räucherfrikadellen, dazu ein Bier. Die Glut schwelt sicher bis morgen abend, ich geh gleich noch mal gucken.

Und dann war da noch ein Radieschen, das ich zu ernten vergessen hatte. Archaische Grosse Mutter in Rot.

5 Gedanken zu „Tag des Feuers

  1. qualmt es denn immer noch? ist da auch noch rasen übrig geblieben, oder alles asche? mit verwehten blättern drauf??

  2. REPLY:
    Die Radieschenbestimmung war ein Irrtum, beim Rausziehen kam auch noch eine Art Fortbewegungsflosse zum Vorschein. Kein schnödes Wurzelgemüse, sondern Geschöpf der Unterwelt, das sich vermutlich zwischen Licht und Dunkel verirrt hatte.

  3. REPLY:
    … das dachte ich mir schon, meine Aldi-Radieschen hatte ich etwas anders geformt in Erinnerung.

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