Stettin

Eine fremde Grossstadt in einem Land, dessen Sprache ich nicht kann, mit eigener Körperkraft zu erreichen, ist etwas anderes als eine Radtour zu fremder Stadt im eigenen Land. Obwohl Stettin nur 70 km von hier entfernt ist, mehrmals täglich eine Regionalbahn hinfährt und Polen für mich ja überhaupt nicht unbekannt ist, kommt ein kleiner Abenteuerfaktor dazu. Wenn auch nicht vergleichbar mit Reisen in exotische Gebiete – wohin man allerdings wohl kaum mit dem Rad fährt. Und genau das ist es vielleicht: die Unwägsamkeiten auf dem Weg zum Ziel: Befürchtungen über Kondition, Radpannen, Wolkengüsse, Gegenwind, Zwangsstopp in Orten, wo man sich nicht verständigen kann, Hilflosigkeit schlechthin. Ja, viel zu viele Gedanken gemacht mit meiner zweckpessimistischen Grundeinstellung. Tatsächlich begegneten uns nur hilfsbereite Polen, die obendrein oft deutsch konnten.


Leicht überhöhter Sonnenuntergang mit Altstadt und Oder.

Das Hotel Focus, in dem wir gebucht hatten, befindet sich zentral direkt an diversen Autobahnkreuzen. Wirklich gut schlafen konnte man nicht. Aber das Frühstücksbüffet ist grossartig und ein Extralob wert. Kostenloses Internet auf den Zimmern und Wifi in der Lounge. Für ca. 25 Euro pro Nacht pro Person.
Offene Netze findet man in Polen übrigens viel öfter als in Deutschland, in vielen Restaurants und Bars gehört das dazu, weshalb ich dauernd den Eipott rausholte und zum Beispiel über Stettin Infos ersurfen konnte, schon toll.


Teilblick aus Hotelfenster, ein eigentlich tolles Panorama über Fluss und Schiffe, allerdings eben auch über diese Autobahn.


Angler unter den Brücken.


Graffiti im Fussgängeruntergang.


Ein Käfer auf der Aussichtsplattform vom Schloss.


Wohnhäuser abseits des Zentrums.


Zaundetail.

Ein Gedanke zu „Stettin

  1. … wie mir scheint, ist die Stadt nicht arm an architektonischen Sünden.

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