St. Petersburg, Tag 2

Tag des Sieges wird hier am 9. Mai gefeiert, die Vorbereitungen laufen auf Hochtouren, die ganze Woche schon kann das Volk umsonst ins Kino – aber es werden in der ganzen Stadt nur Kriegsfilme gezeigt.


Festdekoration am Schlossplatz.


Überall weisen Tafeln aufs Fest hin. Der alte Name der Stadt wird für solche Anlässe verwendet, er erinnert an die Sowjetzeit.


Miliz am Moskauer Bahnhof. Eine grössere Gruppe kam uns geordnet entgegen, sie stiegen in drei Mannschaftswagen und unter Polizeialarm fuhr der Konvoi ab.


Zug nach Riga im Moskauer Bahnhof.

Die Metro verläuft wegen des sumpfigen Geländes 60 Meter tief unter der Erde. Darauf war ich nicht vorbereitet und kriegte Beklemmungen, ausserdem schien sich plötzlich die gesamte Bevölkerung der Stadt im Untergrund aufzuhalten, also auch noch Platzangst.


Hinab in den Metroschlund.


Die Metro hält in genau zu den Türen passenden Wandöffnungen. Erst dachten wir, es wären lauter Fahrstühle.

Im Witebsker Bahnhof, einem besonders prachtvollen Jugendstilbau, der auch innen aufs sorgfältigste geradezu liebevoll gestaltet ist, darf man nicht fotografieren. Egal in welcher der Hallen dort ich mich verstohlen umblickte – immer waren zwei, drei Uniformierte zu sehen. Nur in einer Wartehalle nicht.


Eine wunderschöne Wartehalle im Witebsker Bahnhof.


Rauschende Feste früherer Zeiten am Witebsker Bahnhof.

Den Palastrundgang machten wir nur von aussen. Den Marmorpalast übrigens schenkte Katharina die Grosse ihrem abgesetzten Liebhaber Orlow, nachdem sie sich Potjomkin als neuen genommen hatte.


Türdetail mit gespiegelter Peter oder Paulkirche hinter der Newa.


Ganz brauchbar jetzt, dass ich mal die kyrillische Schrift gelernt habe: Institut Problem Elektrophysiki.

Für heute bin ich platt.

Ein Gedanke zu „St. Petersburg, Tag 2

  1. Am Bahnhof kann man Gefallen finden. Dagegen ist in Köln alles schrecklich, was mit Bahnarchitektur zu tun hat (wie du weisst).

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