Sehr verfallenes Schloss

Die ehemalige Pracht lässt sich zwar noch erahnen…

… aber ein Blick in den Keller zeigt komplett verfallenes Innenleben.

Reste morscher Deckenbalken vom Erdgeschoss über uns, wahrscheinlich total gefährlich, hier reinzugehen.

Natürlich tun wir es trotzdem. Allerdings kriege ich leichten Kopfdruck.

Detail mit Eingangstreppengeländer vorn.

Um die Ecke dann eine Treppe zum Erdgeschoss.

Allerdings kommt man wegen durchgebrochenem Boden nicht weit.

Schablonenbemalungsreste.

Weiter draussen rum bis zum Haupteingang.

Tja, vorbei mit der Pracht…

Nahebei übrigens noch eine ehemalige Brennerei mit Mauer aus Findlingen.

3 Gedanken zu „Sehr verfallenes Schloss

  1. Liebe „Kapuzina / Raoulina“, das Schloss ist eingezäunt und sollte als solches nicht betreten werden. Romantische Bilder des Ensembles, keiner sammelt und macht die lieber wie wir alle, sind sicherlich sehr schön und begehrenswert. Sowie diese aber im weltweiten Netz eingestellt werden, so merken wir in Folge dessen vor Ort immer wieder, kommen vermehrt Besucher wie die Mücken zum Licht. Jeder nimmt sich ein Artefakt mit und verhindert dabei, dass die Versturzlage von Balken und baulichen Details dokumentiert werden können. Du hast gesehen, dass das Gebäude im Aussenbereich von Vegetation freigehalten wird, Du hast gesehen, dass unsere Ziegen an der Spiritus- und NICHT Schnapsbrennerei die besten Denkmalpfleger sind und Du siehst NICHT wieviel Mühe das alles macht.
    Oft habe ich darüber nachgedacht, wieviel Geld von Leuten ausgegeben worden ist, um Benzin für die Fahrt nach HohenLandin zu bezahlen, von Menschen, die dort nur zur Zerstreuung vorbeischauen, Fotos machen und sonst nicht helfen und nichts hinterlassen, außer gelegentlich Ihren Müll oder Autospuren im Rasen. Kaum jemand bietet dort jemals seine Hilfe und Unterstützung an, kaum einer recherchiert Hintergünde, alle produzieren nur Pixel, schreiben voneinander ab und verlinken Ihr Halbwissen.
    Liebe „Kapuzina / Raoulina“, das ist schön für Dich aber sonst ganz großer Käse.
    Lost Places, so meine Meinung, kann es in diesem Land eigentlich gar nicht geben, da macht Ihr Euch was vor und verklärt die Dinge.
    Dennoch Dankeschön für die schönen Impressionen unseres Ortes und unserer gemeinsamen Bau- und Kulturgeschichte !
    Herzlicher Gruß
    vom
    Förderverein Schloß Hohenlandin e.V.

  2. Weltweites Netz hin und her, niemand findet etwas im Netz, wenn man nicht danach sucht, und die Reichweite eines Blogs ist – im Unterschied zu TV und Zeitung – im allgemeinen sehr gering. Es fährt auch kaum jemand los, um eine weit entfernte vergessene Ruine anzusehen. Ich denke, Negativfaktoren wie Vandalismus etc. sind in der ganz überwiegenden Anzahl der Fälle in räumlicher Nähe zum Zielobjekt anzusiedeln – also bei Leuten, die das Objekt sowieso schon kennen.

  3. Lieber Förderverein Hohenlandin,
    wenn ich zusehen müsste, wie ein Gebäude, für dessen Erhalt ich mich einsetze, immer mehr verfällt und schliesslich zur Ruine wird, dann wäre ich auch traurig.
    Wir haben diesen Ort weder beschmutzt noch uns Souvenirs von dort angeeignet. Uns ist auch das liebevoll restaurierte Teehaus im Park aufgefallen. Ich hätte es erwähnen sollen.
    „Lost Places“ sind Orte, die einstmals voller Leben waren und dann aus unterschiedlichen Gründen verfielen, und davon gibt es in unserem Land sehr sehr viele. Das Schloss in Hohenlandin gehört für mich leider dazu, auch wenn seine Umgebung gepflegt wird und sich im Park sicher Besucher einfinden.
    Viele Leute suchen solche Orte auf, weil sie dann ihre Phantasie entfalten können, wie es früher dort ausgesehen haben mag – und nicht zuletzt, um den Verfall zu dokumentieren.
    Euch alles Gute
    kapuzina

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