Siekierki

Vor der alten Brücke hat sich Erstaunliches getan, ein nagelneuer zweispuriger Radweg ist entstanden. Auf der polnisch gehaltenen Infotafel kann man entziffern, dass er über Moryń bis Trzcińsko-Zdrój (Bad Schönfließ) führen soll.

Erstmal gucken, wie die Brücke inzwischen aussieht. Eisschlammige Oderlandschaft, die bittere Kälte lässt uns eilig ausschreiten, beim Fotografieren schmerzen die Fingerspitzen, Alarm wie kurz vorm Abfrieren. Ich schniefe und träne und denke an Soldaten beim Winterfeldzug.

Auf den ersten Blick wirkt die Brücke unverändert…

… und der Zugang ist nicht versperrt. Allerdings gibt es keine Holzschwellen mehr, Balancieren nur für Wagemutige, also nix für uns. Hier muss noch was getan werden, damit man vom Oderbruch rüberradeln kann.

Dann mal in die andere Richtung, die 14 km bis Moryń werden wir bei der Kälte nicht machen, aber gut laufen und ein bisschen gucken.

Der alte Bahnhof ist bewohnt, draußen hängt Wäsche.

Vorbei an einem Wald voll eisigem Morast, um diese Kurve gehen wir noch und um die dahinten auch noch, vielleicht kommt da was. Tatsächlich, Gemäuerreste. Eine frisch gebaute Holztreppe führt bequem hin.

Ein Bächlein rauscht gurgelnd direkt am Gemäuer. Alte Wassermühle?

Am liebsten würde ich den Weg immer weiterlaufen, aber prima Wanderwetter ist nicht gerade und man muss ja auch noch zurück. Jedenfalls wird dieser Radweg zwischen Deutschland und Polen eine sehr schöne Bereicherung und muss unbedingt mal von mir abgefahren werden!

Mehr über die Oderbrücke.

Und ein Beitrag von 2012, da konnte man rübergehen, aber nur bis zur deutschen Grenze.

Durchgepustet

Neujahrsspaziergang abseits bekannter Wege, zwischen Kanal und Oder durch Wäldchen und Wildnis, tatsächlich trockenen Fusses geschafft. Sehr ungewöhnlich für diese Jahreszeit.
Starker Wind. Macht großem Vogel nix aus.
In Bielinek scheint man sich noch von Silvester zu erholen. Links der Weg, der früher zur Fähre führte.
Und die Wasserbüffel haben Nachwuchs bekommen.