Padua oder Venedig?

Nur ein Kurztripp, aber – wer im Sommer Venedig besucht, begibt sich in Menschenmassen, Warteschlangen, Lärm und Hitze – so waren wir durch einen Reiseführer vorbereitet. Zum Glück sind die Preise für Unterkunft derart hoch, dass wir in Padua Quartier bezogen, eine halbe Stunde Zugfahrt entfernt. Zum Glück. Denn diese ebenfalls uralte Stadt ist auf ganz andere Weise schön.
Auf zufälligen Wegen zum Palazzo del Bo geraten, im Innenhof mächtiges Stimmengemurmel, Gesänge: Dottore, Dottore! Die Verleihung des Doktortitels in dieser früheren Herberge, heutigen Uni ein grosses Fest. Die Verwandtschaft aus Stadt und Land fächelt sich Luft zu, stimmt dann wieder extatisch in den Gesang ein. Der frischgebackene Doktor schwarwenzelt mit Lorbeerkranz behängt durch die Gänge.
Stadt der Radfahrer, uralte Strassen mit Laubengängen, schöne Plätze, Kirchen ohne Ende, die grösste Basilika der Welt… ich laufe mir Blasen an die Füsse.


Besichtigungsmöglichkeiten.


Begründer des „Werkes von Brot für die Armen“.


An dieser Stelle eine Steinbank und – offenes Netz.

Venedig – lebendes Museum.


Wegweiser zu den Orten die man gesehen haben muss. Allerdings Platzangst wegen Überfüllung der Rialtobrücke und auf dem Markusplatz wegen Mittagshitze Schwindel.


Dunkle kühle Gänge zum Aufatmen.


Wasserstrassen zwischen den Häusern.


Mehr Wasserstrassen zwischen den Häusern, man steht staunend auf den Brücken und betrachtet den Verkehr.

Auf der Rückfahrt hören wir Comissario Brunetti mit anderen Ohren.

2 Gedanken zu „Padua oder Venedig?

  1. Immer wieder photogen, der Ort. Vor ewigern Zeiten war ich da auch mal. Und weil es so teuer dort war, schlief ich auf der Lagune am Strand (und wurde bestohlen).

  2. REPLY:
    Heutzutage dort schlafen – unvorstellbar. Erstens wegen verboten, zweitens wegen fortgeschrittenem Alter und weil man sich etwas mehr Komfort leisten kann/will. Auch schade eigentlich.
    Bestohlen wurde ich früher zum Glück nie. Trotz Nächtigen an unsicheren Orten: Strände, Flughalle Athen, sogar im Gegenpapstpalastpark in Avignon… hm ja, vor ewigen Zeiten.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.