Museen

Wegen extensivem Sonnengenuss einen Tag der Museen eingelegt. Das über Humboldt wird zur Zeit restauriert – zu M.s Enttäuschung, der gerade eine Biografie über den sprachgenialen Natursystematiker liest. Das Spielkartenmuseum, einer meiner Favoriten, liegt ganz in der Nähe, man kommt gratis rein und die rotgefärbte alte Dame am Eingang nähert sich immer wieder mit einem Schwall spanischer Erklärungen. Die Ordnung der Karten scheint eher beliebig und auch bayrische Bierdeckel und alte Filmplakate sind zu finden.

Weiter zum Museum über Simon Bolivar. Einige Gemälde mit Interpretationen moderner Künstler, Medaillen sowie ein einst von den Franzosen geklautes aber dann doch wiedererlangtes Schwert mit Schildkrötengriff werden uns von einer braungefärbten alten Dame erklärt, deren Mann mal in Dresden war, weshalb sie ein paar Brocken Deutsch kann.

Im Casa de Africa befindet sich eine Santorini-Ausstellung (Mischung von afrikanischen Naturreligionen mit Christentum), lebensgroße prachtvoll bunt gekleidete Figuren und kleine Dinge, von denen wir nichts verstehen.

Fernab von den teils amüsanten, teils erschöpfenden Besuchen geraten wir in die Ausstellung für moderne afrikanische Kunst.
Eine Darstellung dessen, was auch aktuell weltweit einem sehr großen Prozentsatz heranwachsender Mädchen angetan wird. Ein eigenes Thema, das in diesem Tagesbericht sehr fehl wirkt.

Zum Schluss noch ins Museo Arte Cubano, über 4 Etagen wird hier kubanische Kunst von der Kolonialzeit bis heute gezeigt. Für dieses hochinteressante Museum sollte man sich viel Zeit nehmen.

Glückliche Familie (1930er Jahre) von Carlos Enriquez.

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