Mouraria

Mitte des 12. Jhdts wurden die von christlichem König besiegten Muslime ins Maurenghetto an den Rand vom mittelalterlichen Lissabon verbannt. Um 1500 verbot weiterer christlicher König alle nichtchristlichen Religionen. Einige hundert Jahre später liess Salazar so gut wie alle historischen Gebäude im Viertel abreissen. Im Reiseführer steht weiter, dass hier seit jeher gesellschaftliche Randgruppen wie entlassene Sklaven, Tagelöhner, Zuhälter, Prostituierte wohnen.

Die Treppe hoch bei Metrostation Martim Moniz. Touri muss gleich auffälligen Hahn knipsen. Der dreht sich im Wind und bewegt auch den Schnabel.

Rechts geht es in die Gassen hoch. Und die kleine Frau scheint hierher zu gehören, man sieht sie noch öfters, immer mit anderen redend.

Hinter dem Tor dieses etwas versteckten öffentlichen Gebäudes…

… verbergen sich 5-stöckig prachtvoll mit biblischen Szenen gekachelte Flure und Treppenaufgänge. Früher ein Konvent, informiert uns ein alter Lissaboner.

Heute sind u.a. Büros der INATEL, einer staatlichen Einrichtung in Portugal, deren Aufgabe das Ermöglichen anspruchsvollen Erholungsurlaubes für alle ist, hier untergebracht. Mehr dazu bei Wikipedia.

In einigen Gassen findet man Fotos berühmter Fadosänger/innen an den Häuserwänden.

Ich lerne, in Mouraria entstand der Fado als Protestlied der Armen, die heutige Kunstform entwickelte sich erst später.

Platz mittendrin.

Gleich daneben.

Die Häuser einer anderen Gasse sind mit Fotos der Bewohner geschmückt. Über die Fotografin und ein interessantes Insider-Lissabonblog hier.

Mauerdetail.

Was mag da stehen?

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.