Kurzer Weg ins Warme

Vor vier Tagen hat man bei Nachbars auf dem Hof noch ein trotziges Häufchen Schnee im Schatten der Scheune dahindarben sehen und plötzlich ist der Hochsommer ausgebrochen. Nicht so schön für meinen Kreislauf, der war irgendwo beim Gefrierpunkt eingerastet und kommt erst langsam hoch.


Scharfer Wind, kalt und regnerisch – vor fünf Tagen.


Schon am nächsten Tag sehr warmes Klima, auch wenn man es auf diesem Spaziergang nicht so sieht. Tatsächlich konnten wir nachts schon draussen sitzen, unglaublich.


Als ob eine unsichtbare Hand über Nacht Kulissen neu bemalt hätte – aber das ist ja alles echt, das kann man anfassen, pflücken, aus verschiedenen Perspektiven fotografieren!


Mächtig treibt die Natur, hier Flieder. Bis zum 1. Mai wird er die Blüte allerdings wohl kaum schaffen.


Hier noch moosig getarnte Holzkurbel an moosigem Zaun.


Und ein aufgewachter Ölkäfer.

Im Garten: erst mal gucken, was alles so wiederkommt. Jippie, die Rosen scheinen die schlimme Zeit überstanden zu haben, die drei jungen Beerenbüsche zeigen dicke Knospen, auch sonst fehlt beim ersten Durchgang nichts. Dann Komposthaufen umgeschichtet, Berge von vermodendem Grasschnitt dazwischen, ungefähr 20 Schubkarren gute Erde auf umgegrabenen Boden. Nachbars Töchterchen kann schon richtig gut helfen, sie schrubbte den flechtigen Holztisch so sorgfältig, dass der jetzt wie neu aussieht. Dann die üblichen Beete: Möhre, Zwiebel, Radies, Salat, ein Kräuterquadatchen. Tulpen gesäubert, grosse Teile freigehackt. Und weitere Hilfe bei den Erdbeerbeeten, danke, Julia!
Jetzt natürlich bleischwere Knochen. Aber der Anfang ist gemacht, die Gartensaison eröffnet.

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