Heisser Sand

Allein und zu heiss für alles. Länger mit dem Solarbaukasten rumgespielt, ohne was Vernünftiges zustande zu bringen und in alten Kraut und Rüben-Heften gelesen. Erst gegen Abend in Schwung gekommen – und wie: Fenster geputzt, gewischt, dabei eine interessante Doku über das Leben der Ameisen gehört, dann raus in den Garten.
– Heute ist Feiertag, da wird nicht gearbeitet, ruft der alte Nachbar zur Begrüßung.
– Ich arbeite gar nicht, ich pflanz nur schnell die Kürbisse in die Erde. Bis zur Lindenstrasse sollen die drin sein.
– Ach, Lindenstrasse gucken Sie, na, wir gucken immer Verbotene Liebe, sagt seine Frau. Sie kann so herrlich laut lachen, beide sind bester Laune.

Grüne Raupe nagt an meiner Veronika.

Akelei.

Wo ich hacke, ist nur heisser Sand und Staub.
Als ich das Gurkenbeet vorbereite, informiert mich der andere Nachbar, dass seine Edeltannen von Schädlingen befallen sind, die Nadeln fallen alle ab und er wird heute noch alle kranken Zweige abschneiden und eine Tanne ganz verbrennen. Er steht da mit seinem Söhnchen und beide sehen ganz ernst und hilflos aus. Seine Edeltannen sind mir eigentlich egal, aber ich gehe zum Zaun, bin interessiert und lasse mir die kranken Bäumchen zeigen. Naja, wegen der Nachbarschaft.

Ein Gedanke zu „Heisser Sand

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.