Grützwurst…

… gibt es hier in der Fleischerei für 42 Cent/100g. Ich verlange 200g, die junge Fachfrau schneidet 300g und zwitschert, sie würde immer etwas zu viel abschneiden. Ja, geht schon.
Sind Sie erkältet? fragt sie. Über Nacht hatte ich plötzlich Husten gekriegt. Nö, krächze ich. Glaubt die denn, ich hab immer so eine tiefe brüchige Stimme?
Der Nachbar mäht schon den dritten Tag seine großen Rasenflächen. Wegen der Gemeinschaft hole ich den Benziner raus, bete kurz, dass er nach dem Winter noch anspringt – und tatsächlich knattert er nach der dritten Gewichtsverlagerung stinkend los. Allerdings lässt er sich nur sehr schwer schieben. Der Nachbar dreht das Teil um, schüttelt den Kopf über das schartige Schneidwerk, brummt, das muss mal nachgeschliffen werden – und diagnostiziert außerdem verschmutzten Luftfilter.
Hier abschrauben und mit Benzin reinigen, sagt er. Dabei aufpassen, dass nichts in den Vergaser fällt.
Er erklärt es gern ganz genau, weil er weiss, dass wir bei sowas nicht sehr fähig sind.
Ich stemme das schwere Teil vor mir her und habe den Ehrgeiz, auch die Böschung so weit wie möglich zu schaffen, ohne mitsamt Mäher runterzufallen.
Nach zwei Stunden und sieben großen Körben Rasenschnitt bin ich fertig. Sieht doch gut aus, so eine gemähte Wiese. Ich fühle mich schon viel gesünder.

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