Görlitz im Regen

Obwohl die lebendige Architekturgeschichte dieser Stadt selbst bei stürmischem Dauerregen durch betropfte Brillengläser zu erahnen ist, macht man lieber keine Rundgänge, sondern fährt gemütlich im warmen Auto rum. Zum Beispiel nach Zittau, wo leider dasselbe Wetter herrschte und es am Restaurant am Marktplatz mit Blick aufs mittelalterliche Salzhaus einen aussen heissen, innen noch gefrorenen Quarkkuchen gab.


Verregnete Stimmung.

Anfangs bei einer Stadtführung spielte das Wetter aber noch mit, man erfuhr interessante Details aus Geschichte und aktueller Zeit. Bei Restaurierungsarbeiten wurden hinter barocken Wandverkleidungen bemalte Holzdecken aus der Renaissance gefunden, die legte man dann auf Kosten des Barocken frei. Reichere Bürger bauten sich im Mittelalter Privatkapellen, durch die sie sich dem Einfluss der Kirche entziehen konnten und von denen noch heute zahlreiche existieren. Der Adel wurde in dieser Gegend ausgemerzt, die Burgen geschleift… vielleicht komme ich mal dazu, mehr darüber zu lesen.

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