Fast erloschen…

… ist inzwischen die russische Garnisonsstadt im Wald bei Vogelsang. Diesmal zeigen wir B. und B. die Örtlichkeit. Von den ehemals 300 Gebäuden sind nur noch ca. 30 übrig, wenige Wohnblöcke und einige öffentliche Gebäude, Café, Schule, Sporthalle, Reinigung, Theater. Wir treffen auf einen Fotografen, der auch immer wieder herkommt und über die Jahre den Verfall in einer umfangreichen Bildersammlung dokumentiert hat.

Immer noch sind Reste der gläsernen Front des Cafés erhalten.

Lenin mit dramatisch verfärbtem Himmel wirkt besonders.

Die Inschrift hier ist inzwischen schlecht leserlich.

Trotzdem im Theater seit Jahren alle Türen weit geöffnet sind, steht es immer noch stabil da.

An den Bühnenrand gelehnte Programmtafel.

In der Schule haben sich Sprayer ausgetobt.

Fenster zum Innenhof.

Einblicke in den Unterbau des Bodens in der Sporthalle.

Da liegt auch eine alte russische Zeitung.

Reste eines Bakelitschalters.

Kaum noch Gebäude auf der Strasse zum anderen Ende der Stadt, auch die schönen Holzhäuser sind verschwunden.

Die Kantine, vielleicht vom Kindergarten, hinter Schuttbergen und umgestürzten Bäumen.

Das sozialistische Mauerfries, noch weitgehend erhalten.

Wachen über Ruinen.

Treibhausreste. Wegen der nur hier wachsenden Menge an Brennesseln vermutet B. besonders stickstoffhaltigen Boden.

Über die verlassene Stadt gibt es übrigens das musikalisch untermalte Video Heile Welt.

Ein Gedanke zu „Fast erloschen…

  1. Eine geheimnisvolle Stadt mitten im Wald, dem Verfall und Vandalismus preisgegeben, schrittweise niedergerissen. Gut, dass einige Leute wenigstens dokumentieren, was mal war. Irgendwie geschichtsvergessen, das Ganze. Aber klar, woher soll das Geld kommen, hier irgendwas zu konservieren? Und der Wille fehlt wohl auch.

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