Elend für dich und deine Familie

Hamburg. Stadtspaziergang bei bitterer Kälte. Warme Füsse dank neuer Stiefel, aber Frostbeulen in den Kniekehlen.

Viele Obdachlose im Zentrum.


Der Besitzer dieses Fahrrads wärmt sich möglicherweise in der Bäckerei etwas auf.


Moewen bei Futtersichtung.

Immer wieder kurz ins Warme. Der Kaffee aus dem Automaten in einer Postbankfiliale schmeckt nach Briefmarkenkleber. In der Speicherstadt will uns der Teppichgrosshändler, bei dem wir zitternd reinschauen, einen Kelim im Gegenwert eines mittleren Monatseinkommens aufschwatzen: von Nomaden an der afghanischen Grenze aus natürlich reinen Naturfasern selbstverständlich handgeknüpft, wie ein Gemälde, ja, schön ist er.
Schliesslich ins Speicherstadtmuseum, immerhin mässig warm dort.


Ich lerne, dass Fegsel aus beschädigten Verpackungen gefallene Ware war, die die Hafenarbeiter verbotenerweise einsteckten, wofür ihnen zwar nicht mehr die Hand abgehackt, dafür aber mit Elend für die ganze Familie gedroht wurde.

Ein Gedanke zu „Elend für dich und deine Familie

  1. … Kaffee, der nach Briefmarkenkleber schmeckt? Solche Obdachlosen könnte man in Köln auch photographieren, traue ich mich aber meist nicht.

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