Cittiglio – Cascate – Hilfe!

Wieso mache ich das? Wieso hänge ich in den Felsen und kann nicht vor und nicht zurück? 20 cm breit ist der unbefestigte Weg ohne Haltemöglichkeit direkt über dem Abgrund, mein Begleiter hat die kritische Stelle bereits überwunden und ruft aufmunternd: Komm, hier wird’s besser, wir sind gleich da!
Schwer atmend versuche ich mich zu beruhigen. Ich will so gern weiter, aber es geht nicht. Ich geh zurück, schluchze ich und verharre echsenstarr an die Wand gepresst. Okay, ruft er, dann warte unten.
Ich reisse mich zusammen und schaffe den Abstieg meist auf dem Hosenboden rutschend. Unten atme ich auf. Es ist so schön hier, so paradiesisch schön. Ich wische mir den Schweiss von der Stirn, muss pinkeln, setze mich auf einen großen bequemen Stein im Geröllfeld des Bachrinnsals, lichtdurchfluteter Schatten großer Bäume überall, lasse die Füsse ins Wasser hängen, gucke auf den ersten Wasserfall und lasse mich vom gleichmäßigen Rauschen beruhigen.
Und weil es so schön ist, dachte ich eben, ich schaff es auch zum zweiten und dritten Wasserfall hier oberhalb von Cittiglio.

Die Schlucht – vorn rechts etwas Wasserfall.

Riesige bizarr aussehende Steine im Bachbett, hier ein versteinerter Saurierkopf.

Winzige Schnecke auf Feigenblatt.

Plätschern – so ein schöner Sound.

Diese Beeren habe ich lieber nicht versucht.

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