Sippentreff in Bremerhaven

19 Nachkommen von Urgrossvater Michael reisen an. Aus schönstem Sommer in bewölktes Seeklima. Auf dem Plan eine dreistündige Fahrt nach Helgoland. 90% Regenwahrscheinlichkeit. Da niemandem eine Alternative einfällt, wird trotzdem hingefahren.

Besonders schöner Schneck auf Helgoland. Niesel immer doller.

Kurz bevor der Platzregen einsetzt. Dreistündige Rückfahrt in nassen Klamotten. Auf dieser demolierten kargen Insel bin ich dann auch mal gewesen.

Das Auswanderermuseum in Bremerhaven dagegen sehr sehenswert.

Liebevoll und informativ gemacht, zum Anfassen und Begreifen, in den engen nachgemachten Schiffsgängen kommt man fast ins Wanken. Man kann einen ganzen Tag dort verbringen. Natürlich war nicht genug Zeit, hätte man das mal statt Helgoland gemacht.

Und schon war das Wochenende vorbei und es wurde die Heimreise angetreten.

Betonschachteln in Landwirtschaft

Der Stadtteil Alamar liegt im östlichsten Teil Havannas am Meer und gilt als Betonwüste, was er bis zur Spezialperiode vielleicht auch war. Jetzt ist er durchzogen von immer grösser werdenden Organoponicos, also Stadtgärten, in denen Gemüse, Heil- und Zierpflanzen nach ökologischen Kriterien angebaut werden. Weil nach dem Zusammenbruch der UdSSR wegen Blockade kaum noch etwas nach Kuba gelangte, besann man sich auf eigene Ressourcen. Aus echter Not wurde nach westlichen ökolandwirtschaftlichen Gesichtspunkten ein grosser Fortschritt. Darüber gibt es diverse Publikationen, z.B. „Lebendige Gärten – urbane Landwirtschaft in Havanna/Kuba zwischen Eigenmacht und angeleiteter Selbstversorgung“, eine gut lesbare Diplomarbeit von Daniela Kälber.

Der erste Eindruck ist trübe. Doch er trügt.

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Regla

Um 5 Uhr früh steht nochmal ein komplettes Frühstück in Baracoa auf dem Tisch, ich kann tatsächlich schon erstaunlich viel essen, Kaffee, die obligaten zwei Spiegeleier und den ganzen Fruchtteller. Unkomplizierter Rückflug nach Havanna mit Cubana.

Dachterrassenblick der Unterkunft in Havanna. Hinten die ewige Flamme der Ölindustrie von Regla.

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Kleine kubanische Pflanzenkunde

Eine Wanderung mit Pflanzenfachmann Alberto Garcia, der zu DDR-Zeiten mal ein Semester Forstwirtschaft in Eberswalde studierte und gut deutsch kann. In den Parque Majayara und voll hinein in die Pflanzenkunde Kubas. Señor Alberto hat immer auch den lateinischen Namen parat, aber Fotos, zuhören, notieren… man kann nicht alles gleichzeitig machen. Und keine Garantie, dass alles stimmt.

Am Strand wächst wild die Strandtraube (Coccoloba uvifera). Die Früchte sind essbar, werden u.a. zu Wein und Marmelade verarbeitet.

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