Pogallo

Es ist eigentlich schon etwas spät an diesem Tag, um von der Alpe Prà noch nach Pogallo zu wandern, aber der Hüttenbetreiber meint, es sei möglich, von dort zurück nach Cicogna müssten wir es schon schaffen vor Anbruch der Dunkelheit. Und weil uns das verlassene Bergdorf reizt und wir keine Lust haben, denselben Weg zurückzumachen, laufen wir gegen 15.30 Uhr los.


Ganz unten mitten im Talkessel der helle Fleck – Pogallo. Weiterlesen

Val Grande

Eine sogenannte „Wilderness“. Da wir keine alpinen Bergsteiger sind, wählen wir zunächst den Saumpfad zwischen Cicogna und der Alpe Prà, steil aber bequem zu laufen. Je höher, desto schöner die Aussicht auf den Lago Maggiore und Lago d’Orta, desto grössere Ansammlungen von Gemsenkötteln (aber keine einzige gesehen) und desto merkwürdigere Tierchen.


Es wimmelt von Eidechsen. Auch Feuersalamander soll es hier geben.


Ein gut getarntes Insekt, das beim Auffliegen feuerrote Flügelinnenseiten zeigt.


Ein Pillendreher? Jedenfalls bewegte dieser Käfer unermütlich Gemsenköttel.


Der prähistorische Schalenstein unterhalb der Alpe Prà.

In der Alpe Prà stärken wir uns. Das verlassene Bergdorf Pogallo ist nächstes Ziel.

Padua oder Venedig?

Nur ein Kurztripp, aber – wer im Sommer Venedig besucht, begibt sich in Menschenmassen, Warteschlangen, Lärm und Hitze – so waren wir durch einen Reiseführer vorbereitet. Zum Glück sind die Preise für Unterkunft derart hoch, dass wir in Padua Quartier bezogen, eine halbe Stunde Zugfahrt entfernt. Zum Glück. Denn diese ebenfalls uralte Stadt ist auf ganz andere Weise schön.
Auf zufälligen Wegen zum Palazzo del Bo geraten, im Innenhof mächtiges Stimmengemurmel, Gesänge: Dottore, Dottore! Die Verleihung des Doktortitels in dieser früheren Herberge, heutigen Uni ein grosses Fest. Die Verwandtschaft aus Stadt und Land fächelt sich Luft zu, stimmt dann wieder extatisch in den Gesang ein. Der frischgebackene Doktor schwarwenzelt mit Lorbeerkranz behängt durch die Gänge.
Stadt der Radfahrer, uralte Strassen mit Laubengängen, schöne Plätze, Kirchen ohne Ende, die grösste Basilika der Welt… ich laufe mir Blasen an die Füsse.


Besichtigungsmöglichkeiten.


Begründer des „Werkes von Brot für die Armen“.


An dieser Stelle eine Steinbank und – offenes Netz.

Venedig – lebendes Museum.


Wegweiser zu den Orten die man gesehen haben muss. Allerdings Platzangst wegen Überfüllung der Rialtobrücke und auf dem Markusplatz wegen Mittagshitze Schwindel.


Dunkle kühle Gänge zum Aufatmen.


Wasserstrassen zwischen den Häusern.


Mehr Wasserstrassen zwischen den Häusern, man steht staunend auf den Brücken und betrachtet den Verkehr.

Auf der Rückfahrt hören wir Comissario Brunetti mit anderen Ohren.

Cittiglio Cascate


Von diesem schönen Flecken sehe ich wieder wegen Absturzbefürchtung nur den gut zugänglichen Teil, die zwei höher gelegenen Wasserfälle werden mir ewig verschlossen bleiben.


Auf den grossen flachen Steinen mitten im Wasser sitzend.


Im Bergdorf Arcumeggia sind fast alle Häuserwände touristenattraktiv von Künstlerhand bemalt. Ich persönlich mag dort die Blumentöpfe aus Porzellanscherben am liebsten.