Echse, Erdhummel, Entenblut

Bei Nachbars gab es neulich Entenblut. Zweimal im Jahr ist Entenschlachtung. Das Tier wird am Kopf rasiert, angestochen und das Blut aufgefangen. Mit Schweineblut gemischt soll es sehr wohlschmeckend sein.
Kompost ist endlich umgeschichtet, im ersten Beet keimen die Radieschen, alle 80 Tomatenpflänzchen aus Berlin sind umgesiedelt und kommen schon mal tags an die Sonne. Frühühüling!

Blaue Blümchen-Zeit.

Verdorrte Blätter der giftigen Nieswurz weggeschnitten. Jetzt kommt die Blüte gut raus.

Diese Eidechse hat keinen Schwanz mehr und wirkt reichlich angeschlagen, weshalb ich mit Foto immer näher ran kann.

In Bodennähe summen und krabbeln sehr viele Hummeln herum. Es könnte sich um die hellgelbe Erdhummel handeln, aber was weiß ich schon von Bestimmung.

Im Rausch der Tomatenanzucht

Die russische Methode (höhere Behältnisse mit je 7 Pflänzchen, platzsparend, Wurzel nach unten bildend) ist sehr erfolgreich. Nur habe ich übersehen, dass nun noch 28 Tomaten mehr als geplant…
Bin ich eigentlich verrückt?


Liste
Schutz (also Hauswand usw) brauchen: Berkeley Tie Dye Pink, Black Krim, Brandywine Black, Pitango gelb, Blue Beauty, Amethyst Juwel, Aromastar, Schokotomate, Green Zebra, Banana Legs, Gelbe Banane, Plum Lemon, Berner Rose, Emeraude, Königin der Nacht, schwarze Pflaume, schwarzer Russe, Schwarzrote, Snowwhite Cherry.
Fürs Freiland: Antho weiss, Black Cherry, braunrote Späte, Dattelwein, Datterino, Glossy Rose Blue, marokkanische Flasche, mexikanischer Honig, Tom Tiger, Green Tiger, Gardeners Delight Cherry, Indigo Rose, Nadja, Kanaan wild, Auriga, Indigo Cherry Drops, Datterino, Microberry (Open Source), Ribesoides wild, Bianca Cherry, Cerise gelb und rot, Tarasenko, Golden Currant wild, Fence Row, Tangela, Sandorio, Tastery, Venusbrüstchen, weisse Dattel, Sunviva (Open Source).
Und für den Tomatentag in Greiffenberg steht auch noch einiges auf der Liste.

Still

Die hohen Nadelbäume direkt hinterm Zaun des Nachbargrundstücks wurden nach dem letzten Sturm gefällt.  Der Blick aus dem Küchenfenster geht nun bis zur Blechscheune, es fehlt was,  die neue Helligkeit immer noch ungewohnt.

Januarernte. Noch war kein starker Frost.

Die Zaubernuss entfaltet sich.

Der Hölzchensee Die Pulvermühle steht still und schweiget…

Wenn man unter die Oberfläche gucken könnte.

Tor zur Unterwelt.

Beinwellsalbe

Dunkle kalte Zeit ist Wurzelausgrabzeit. Beinwellwurzel, schwarz, lang und verschlungen. Bein von mhd. für Knochen, well von mhd. wallen = zuwachsen, heilen, sprechender Name. Allantoin heißt der heilende Wirkstoff dieser Pflanze, er beschleunigt den Zellaufbau, hilft, Wunden schneller zu verschließen. Wir wollen Heilsalbe herstellen.

Zuerst 300 g Wurzeln schälen. Nach Entfernung der schwarzen Haut fassen sie sich schleimig an. Die dunklen kleingeschnittenen Teile haben schon eine Woche in Olivenöl gelegen, das heißt, ein großer Teil der Wirkstoffe wurde vom Olivenöl bereits ausgezogen.

Weil das Olivenöl für die Menge, die wir herstellen wollen, nicht ausreicht, kommt noch selbstgemachtes Johanniskrautöl von Chr. dazu. Schöne rötliche Farbe. Ölmenge gesamt: 450 ml.

Kleingeschnittene Beinwellwurzeln rein und auf 70 Grad erwärmen, um Keime abzutöten. Nicht höher, weil das Allantoin sonst seine Kraft verlieren würde. Eine Stunde ziehen lassen. Weinchen genehmigen.

Öl abfiltern, 75 g Lanolin und 75 g Bienenwachs zugeben, unter Rühren langsam erhitzen, bis alles geschmolzen ist. Je 30 Tropfen ätherisches Lavendelöl und Wintergrünöl dazu. Dann geduldig rühren, bis die Masse auf Handwärme (37 Grad) abgekühlt ist.

In Schraubgläschen füllen, erstarren lassen, fertig.