Im Rausch der Tomatenanzucht

Die russische Methode (höhere Behältnisse mit je 7 Pflänzchen, platzsparend, Wurzel nach unten bildend) ist sehr erfolgreich. Nur habe ich übersehen, dass nun noch 28 Tomaten mehr als geplant…
Bin ich eigentlich verrückt?


Liste
Schutz (also Hauswand usw) brauchen: Berkeley Tie Dye Pink, Black Krim, Brandywine Black, Pitango gelb, Blue Beauty, Amethyst Juwel, Aromastar, Schokotomate, Green Zebra, Banana Legs, Gelbe Banane, Plum Lemon, Berner Rose, Emeraude, Königin der Nacht, schwarze Pflaume, schwarzer Russe, Schwarzrote, Snowwhite Cherry.
Fürs Freiland: Antho weiss, Black Cherry, braunrote Späte, Dattelwein, Datterino, Glossy Rose Blue, marokkanische Flasche, mexikanischer Honig, Tom Tiger, Green Tiger, Gardeners Delight Cherry, Indigo Rose, Nadja, Kanaan wild, Auriga, Indigo Cherry Drops, Datterino, Microberry (Open Source), Ribesoides wild, Bianca Cherry, Cerise gelb und rot, Tarasenko, Golden Currant wild, Fence Row, Tangela, Sandorio, Tastery, Venusbrüstchen, weisse Dattel, Sunviva (Open Source).
Und für den Tomatentag in Greiffenberg steht auch noch einiges auf der Liste.

Für Berlintouristen

Der Sohn wünscht sich zum Geburtstag Frühstück im Fernsehturm am Alex und managed auch gleich online günstiges Saisonfrühstück inkl. Eintritt. Geburtstagswunsch, muss man akzeptieren trotz Höhenangst. Im Zentrum des Tourismus schwelgen, man kann sich ja wohl zusammenreissen. Taschenkontrolle wie am Flughafen, verständlich, mein Taschenmesser wird konfisziert, grrr – ich kriege es ja wieder. Im Fahrstuhl werden wir aufmerksam gemacht auf den grossen Höhenunterschied und die lange Röhre aufwärts, ich schliesse die Augen und rette mich in einen Film. Am Tisch dann zittrig meine Tasche auf das äussere Drehdings gepackt, langsames Davongleiten, hektisches Zurückholen.
Aber dann is schön, bestes Aussichtswetter, prima Essen, einmal rumgedreht in einer Stunde. Schon was Besonderes.

Rotes Rathaus deckungsgleich in Aussichtsfensterinfo.

Nähe Neptunbrunnen: in bolschewistischer brüderlicher Verbundenheit – und schwesterlicher natürlich.

Für Kleingärtner

Seit einiger Zeit bietet die Humboldtuni Berlin Kleingärtnern eine Bildungsreihe zum Gärtnern im Klimawandel an, diesmal im Gartenzentrum Pankow. Zwei Tage lang war Bodenpflege das Thema. Ich lernte z.B., dass Holzkohle sandige Böden verbessert, weil sie Wasser besser speichert, den Pflanzen mehr Mineralstoffaufnahme bietet und Bodenbakterien sich in den Mikroporen der Kohle wohl fühlen, weshalb sie sich stärker vermehren. Auch über Terra Preta (Einarbeitung von fermentierten Küchenabfällen, Holzkohle, Holzasche und Fäkalien in den Boden, lange Reifezeit) und Bokashi (Fermentation von hauptsächlich Küchenabfällen) wurde ausgiebig berichtet.

Neben viel Infomaterial gab es auch eine Apfelausstellung. Die Lage von Lunow ist hier nur ungefähr bekannt.

Kompostbetrachtung in umliegenden Lauben.

Zwergiös!

Direkt am Gartenzentrum Pankow übrigens liegt der ehemalige Mauerstreifen immer noch brach…

… und wird offenbar als Stellplatz für ausrangierte Imbissbuden genutzt. Fast ein verlorener Ort.