Camagüey

Der Vermieter in Camagüey ist Informatiker, ausgesprochen mitteilsam und kann in bestem Englisch und mit dramatischer Gestik und Mimik erzählen. Zum Beispiel über eine Diskussion mit dem stellvertretenden Chef von Pepsicola. Der fragte ihn (Vermieter mit höherer Stimme):
Warum bist du mit deinen Fähigkeiten immer noch auf Kuba? Nenn mir einen einzigen Grund!
(Vermieter genüsslich mit normaler Stimme):
Oh, ich kann dir drei Gründe nennen. Erstens habe ich hier mein eigenes Haus, das gehört tatsächlich nur mir, ich muss noch nicht mal Steuern dafür zahlen.
Zweitens: Nach einem schweren Unfall (es folgen ausschweifende Unfalldetails) musste ich lange behandelt werden. Und was habe ich dafür bezahlt? Really nothing!
Und drittens können meine Kinder hier allein zur Schule gehen und ich muss keine Angst davor haben, dass jemand amoklaufend in der Schule rumballert oder Drogendealer auf die Kinder warten.
Nachdenklich senkte der Pepsicola-Vize den Kopf und mumelte: Nun ja…

Ein Gedanke zu „Camagüey

  1. Geld ist ja nun wirklich nicht alles. In die USA zu gehen, vergleichsweise viel Geld zu verdienen, aber dennoch gleichzeitig von Vielen z.B. allein wegen der Hautfarbe als Mensch zweiter Klasse angesehen zu werden, ist nicht unbedingt eine Erfahrung, die jeder häufiger mal machen möchte.

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