Bullen & Hornissen

Der Bulle steht mit mir in der Veranda und sagt grinsend:“Tiefflieger. Ja, wickel dich schön fest ein.“ Er meint eine Hornisse im Spinnennetz und er sieht aus wie die Karikatur eines tumben Westernsheriffs.
Er kam nach dem zweiten Einbruch. Die Deckenluke in der Küche war falschrum und schief aufgelegt und Steinbröckchen lagen auf dem Boden, sonst hätte ich es nicht gemerkt. Es war nichts geklaut worden. Ich war allein gekommen, sofort durchs Haus gerast, alles noch da.
Es macht keinen Sinn. Waren es diesmal Jugendliche, die sich einen Sport daraus machen, den Städtern zu zeigen, wie leicht man hier rein kommt?
So lange ist hier nichts passiert. Jetzt sind wir gestört.

Ein wunderschöner Tag. Die Einheimischen feiern Erntedankfest. Ulli trägt sein weinendes Baby herum und wollte eigentlich den Rasen mähen. Wickeln will er den Kleinen aber nicht. Blasmusik aus der Ferne und Geschrei vom Baby.
Im Garten sieht es herbstlich aus.

Rankgewächs, dessen Namen ich vergessen habe.

Radiccio

Ballonwein

Ein Gedanke zu „Bullen & Hornissen

  1. nicht schon wieder …
    auch wenn nichts fehlt, die intimsphäre ist schwer verletzt und ich kenne dieses gefühl. arme, du!
    ganz liebe grüße hierlasse

    ps: aber die fotos sind toll!

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