Bruder Jordans Knochen

Der 1922 gestorbene Franziskaner bewegt bis heute die Gläubigen. Auch seine Gebeine wurden mehrmals bewegt. 10 Jahre nach dem Tod ließ sie der Erzbischof von Paderborn „erheben und konservieren“, 18 Jahre später kamen sie vom Friedhof in die Klosterkirche Dortmund (100.000 Menschen nahmen teil), wo sie nach einigen weiteren Jahren von der Kirchenmitte nach links versetzt wurden. Und zwar, weil die Kirchenmitte allein Jesus gehört, das hatten sie vorher nicht überlegt, erklärte Bruder Augustinus.

Das Bild des Verehrten im Treppenaufgang des Klosters

Was für ein Brimborium um ein paar Knochen, denke ich. Aber ist es nicht eigentlich hilfreich, etwas so „Fassbares“ zum Halten und Verehren und dran Glauben zu haben? Nur ist mir das alles sehr fremd. Besonders, dass es sich dieser „Bruder“ zur Aufgabe gemacht hatte, die Sünden anderer zu sühnen.

Jedenfalls – die sehr nette Aufnahme im Kloster, die Erzählungen und Kirchenwitze (ich konnte mir wieder keinen einzigen merken) und die franziskanische Taufe waren ein Erlebnis. Nicht zu vergessen das schmale Bett mit dem Jesuskreuz drüber, wo ich mir nachts beim Umdrehen den Kopf stieß – es hatte eine supergute harte Matratze.

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