Durchs dunkle Dickicht

Eilig sich durchs Brombeergestrüpp schlagen, zwischen hohen Bäumen durchschlängeln, die Dämmerung setzt bald ein und das Ziel so nah…

Ah, die Gründgens-Villa.

Sehr verfallen, aber leider gut abgesperrt.

Diese Stufen erklomm einst Gustav Gründgens.

Aber auch in neuerer Zeit…

… kommt hin und wieder jemand her.

 

Ton aus

Eine ganze Zeile niedriger Fabrikgebäude an der Straße. Der Zaun ist an einer Stelle niedergetrampelt, man kommt bequem rein. In der ersten Halle Pakete voll Prospektmaterial und Karten mit Golfmotiv. Erstaunlicherweise befinden sich hier auch ein gutes Dutzend verstreuter Kinderwagen.

Hier wird schon lange nichts mehr produziert. Später recherchiere ich: Der Betrieb musste 1996 Konkurs anmelden.

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Wespenspinne

Zum ersten Mal im Garten gesichtet: eine Wespenspinne. Schiebt sich immer weiter nach Norden vor.

Nachtrag zum afrikanischen Löwenohr: Kraut und Blüte enthalten psychoaktive Stoffe, können Entspannung, Ruhe und Benommenheit auslösen. Tatsächlich ist der Anbau der Pflanze in Polen und Lettland verboten.

Benediktendistel. Muss mich noch genauer über sie informieren. Hier donnert es gerade nach großer Schwüle.

Afrikanisches Löwenohr

Eine erstaunliche Pflanze. Wird fast schlagartig über 2 m hoch und blüht schon im selben Jahr auf verschiedenen Etagen am selben Stängel. Völlig anspruchslos, wächst auch auf schlechtem Boden, ich habe nur anfangs bisschen gegossen und dann überhaupt nicht mehr trotz übergrosser Trockenheit.

Der Spillingewahn ist gerade vorbei, drei Wochen lang fiel das Mus vom Himmel. So wohlschmeckend. Jeden Tag meditatives Aufsammeln. Vielleicht doch mal eine Regentonne voll zu Wein gären lassen.

Saisonaler täglicher Frühstücksteller…

… Saatgewinnungsvorbeitung …

… und schönste Überfülle. Es könnte ruhig länger Sommer sein.

Fürstenwerder Wortgarten

Einstiges Ackerbürgerstädtchen in der Uckermark. Bevölkerung auf 700 Seelen geschrumpft. 3/4 der Stadtmauer noch erhalten. Kaum Empfang. Im Hotel muss man immer wieder nach neuem Wlan-Passwort fragen, das ist zeitlich begrenzt und man bekommt es auf vorbereiteten gelochten Zetteln, mit denen man sich erstmal auf Empfangssuche begeben muss. Schande über die regionale Netzdichte in Deutschland.

Hier nahmen ein Wochenende lang zahlreiche hochdotierte Autoren am „Wortgarten, Festival für Literatur und Musik in der Uckermark“ teil. Und die scheinen sich schon grösstenteils für ein besonders bedeutsames Völkchen zu halten, die Literaten.

Ein einheimischer Landwirt wollte sich uns am ersten Abend mitteilen und erklären, warum er mit Glyphosat arbeitet, konnte aber aufgrund fortgeschrittener Trunkenheit nur noch unverständige Bruchstücke seiner Kenntnisse zu Gehör bringen. Schade, denn er schien sich wirklich eine Menge Gedanken über das Thema gemacht zu haben.

Gutbesuchte Veranstaltungen an verschiedenen Orten und viele neue Eindrücke.