Wurm, Moos, Zaubernuss

Schon blöd, dass wir in frostigen Breitengraden leben und der grösste Teil der Vegetation immer wieder neu aus der Erde heraustreiben, sozusagen bei Null anfangen muss. Schön aber, dass es genau in diesen Tagen passiert, wenn man aus den Subtropen zurück ist. Die erstaunliche Zaubernuss z.B. treibt schon kurz nach der Wintersonnenwende in Blüte, egal wie kalt es noch ist, Hauptsache, die Tage werden länger.

Die Moose recken sich nach jedem Sonnenstrahl.

Und im Kompost ist mächtig was los.

Betonschachteln in Landwirtschaft

Der Stadtteil Alamar liegt im östlichsten Teil Havannas am Meer und gilt als Betonwüste, was er bis zur Spezialperiode vielleicht auch war. Jetzt ist er durchzogen von immer grösser werdenden Organoponicos, also Stadtgärten, in denen Gemüse, Heil- und Zierpflanzen nach ökologischen Kriterien angebaut werden. Weil nach dem Zusammenbruch der UdSSR wegen Blockade kaum noch etwas nach Kuba gelangte, besann man sich auf eigene Ressourcen. Aus echter Not wurde nach westlichen ökolandwirtschaftlichen Gesichtspunkten ein grosser Fortschritt. Darüber gibt es diverse Publikationen, z.B. „Lebendige Gärten – urbane Landwirtschaft in Havanna/Kuba zwischen Eigenmacht und angeleiteter Selbstversorgung“, eine gut lesbare Diplomarbeit von Daniela Kälber.

Der erste Eindruck ist trübe. Doch er trügt.

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Regla

Um 5 Uhr früh steht nochmal ein komplettes Frühstück in Baracoa auf dem Tisch, ich kann tatsächlich schon erstaunlich viel essen, Kaffee, die obligaten zwei Spiegeleier und den ganzen Fruchtteller. Unkomplizierter Rückflug nach Havanna mit Cubana.

Dachterrassenblick der Unterkunft in Havanna. Hinten die ewige Flamme der Ölindustrie von Regla.

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Kleine kubanische Pflanzenkunde

Eine Wanderung mit Pflanzenfachmann Alberto Garcia, der zu DDR-Zeiten mal ein Semester Forstwirtschaft in Eberswalde studierte und gut deutsch kann. In den Parque Majayara und voll hinein in die Pflanzenkunde Kubas. Señor Alberto hat immer auch den lateinischen Namen parat, aber Fotos, zuhören, notieren… man kann nicht alles gleichzeitig machen. Und keine Garantie, dass alles stimmt.

Am Strand wächst wild die Strandtraube (Coccoloba uvifera). Die Früchte sind essbar, werden u.a. zu Wein und Marmelade verarbeitet.

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