Aufgeweicht

Lange in Schlange warten auf die nächste 28er Strassenbahn. Ah, Fensterplatz ergattert. Allerdings betropfte beschlagene Scheibe, da muss man gar nicht erst anfangen, wild drauflos zu knipsen. Stattdessen Entspannung. Endlich im Trockenen durch die Stadt rattern.

Der Neffe macht hier gerade Auslandssemester, hat einige Geheimtipps parat. Zum Beispiel den „illegalen Chinesen“ in unauffälliger Privatwohnung – billiges Essen im Doppelsinn, aber schmeckt prima. Voll mit heiteren Studenten, Essstäbchen trommeln an Tellerrand, kurze Gesänge branden auf, man darf rauchen, vor der offenen Wohnungstür Warteschlange zwei Stockwerke tief bis zur Strasse.

Alles in Martim Moniz, praktischerweise fussnah von der Unterkunft aus. Hier in der Nr. 59 gleich zwei dieser offenbar von der Obrigkeit geduldeten privaten Esslokale. Übrigens soll es auch private Kapverdianer geben.

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