Abgrund

Man kann dran lang balancieren, klar. Aber beschaulich, wie es im Reiseführer über die Levada do Caniço steht, sind Abgründe nun nicht – lieber vermeidet man das Beschauen und konzentriert sich auf den nächsten Schritt, und das stundenlang.


Erstmal steigt man gemütlich in Camacha bergab. Dieses Vormäuerchen gehört zu einem sehr schönen leerstehenden Haus. Könnte man kaufen, hinten gibt es auch etwas Land.


Eidechsen tummeln sich auf der heissen Hauswand.


Auf dem steilen Ochsenkarrenweg sieht es weiterhin noch ganz entspannt aus.


Aber die Warnung mit dem Ziegenschädel hätte ich schon ernst nehmen sollen.


Meist war es nicht so einfach wie hier, nur hatte ich dann keinen Gedanken mehr an ein Foto. Der äussere Wegrand oft weggeschwemmt, kleine Wasserfälle kreuzten die schmale Levadabegrenzung. Vier Kilometer können sehr lange dauern, wenn man sich streckenweise über die Levada gebeugt mit beiden Händen am Fels abstützt und dabei die Füsse nur seitlich weiter bewegt. Gut, wenn einem dabei klageähnliche einfachste Tonfolgen zur Beruhigung entströmen können.


Manche Teile konnte man wiederum wunderbar laufen. Für Beschaulichkeit jedoch war nur selten Zeit.


Zum Schluss dann noch durch eine 15 m lange tunnelige Felsspalte.

Fazit: Wenn man muss, kann man mehr, als man glaubt. Muss ich aber nicht nochmal haben!

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