Für Berlintouristen

Der Sohn wünscht sich zum Geburtstag Frühstück im Fernsehturm am Alex und managed auch gleich online günstiges Saisonfrühstück inkl. Eintritt. Geburtstagswunsch, muss man akzeptieren trotz Höhenangst. Im Zentrum des Tourismus schwelgen, man kann sich ja wohl zusammenreissen. Taschenkontrolle wie am Flughafen, verständlich, mein Taschenmesser wird konfisziert, grrr – ich kriege es ja wieder. Im Fahrstuhl werden wir aufmerksam gemacht auf den grossen Höhenunterschied und die lange Röhre aufwärts, ich schliesse die Augen und rette mich in einen Film. Am Tisch dann zittrig meine Tasche auf das äussere Drehdings gepackt, langsames Davongleiten, hektisches Zurückholen.
Aber dann is schön, bestes Aussichtswetter, prima Essen, einmal rumgedreht in einer Stunde. Schon was Besonderes.

Rotes Rathaus deckungsgleich in Aussichtsfensterinfo.

Nähe Neptunbrunnen: in bolschewistischer brüderlicher Verbundenheit – und schwesterlicher natürlich.

Für Kleingärtner

Seit einiger Zeit bietet die Humboldtuni Berlin Kleingärtnern eine Bildungsreihe zum Gärtnern im Klimawandel an, diesmal im Gartenzentrum Pankow. Zwei Tage lang war Bodenpflege das Thema. Ich lernte z.B., dass Holzkohle sandige Böden verbessert, weil sie Wasser besser speichert, den Pflanzen mehr Mineralstoffaufnahme bietet und Bodenbakterien sich in den Mikroporen der Kohle wohl fühlen, weshalb sie sich stärker vermehren. Auch über Terra Preta (Einarbeitung von fermentierten Küchenabfällen, Holzkohle, Holzasche und Fäkalien in den Boden, lange Reifezeit) und Bokashi (Fermentation von hauptsächlich Küchenabfällen) wurde ausgiebig berichtet.

Neben viel Infomaterial gab es auch eine Apfelausstellung. Die Lage von Lunow ist hier nur ungefähr bekannt.

Kompostbetrachtung in umliegenden Lauben.

Zwergiös!

Direkt am Gartenzentrum Pankow übrigens liegt der ehemalige Mauerstreifen immer noch brach…

… und wird offenbar als Stellplatz für ausrangierte Imbissbuden genutzt. Fast ein verlorener Ort.

Wein, Brot, Käse, Apfelernte

Schöner Spätsommer.

Schöne Ernte.

Schöne Spinne an schön kaputtem Scheunenfenster.

Hollerwein kurz nach dem Ansetzen. Inzwischen in stürmischer Gärung.

Schon mehrere Brote mit selbst angesetztem Sauerteig und verschiedenen Gewürzen gebacken. Macht Spass. Das Brot bleibt länger frisch als viele gekaufte Sorten und findet hier immer Abnehmer. Nie wird davon was hart.
Dann noch erster Frischkäseversuch nach der Methode Milch kochen, Zitrone rein, Eiweissgerinnung, Molke abtropfen lassen. Wurden aber sehr kleine Körnchen, muss ich noch dran arbeiten.
Und viele viele kleine rote Äpfel von Feldwegbäumen zu Apfelchips (mit Schale, sieht gut aus und knuspert mehr) gedörrt.
Bleib lange, du sonniger Herbst!

Keine Tomaten

Zu kalter langer Regen im ersten Augustdrittel raffte 20 prächtige und vielversprechende Tomatenpflanzen dahin. Ein Jammer. Ich denke ernsthaft über Gewächshaus nach.

Was von der Tomate übrigblieb… ist auch schon rostbefallen.

Nur die wilde kleine Murmel hat genug Widerstandskraft.

Zitronengurke – visuelles Highlight des Jahres. Geschmack allerdings unspektakulär gurkig.

Ernte von La Ratte (im Bild), Roter Tannenzapfen, Emmalie… köstliche Kartoffeln, aber meist klein. Bin wohl ein schlauer Bauer.