Bilsenkraut

… wächst überraschend in meinem Garten, wo kommt das her? Dass es Bestandteil der Hexensalbe war und zu Rauschzuständen führen kann, weiss heute nur noch, wer sich für Hexenforschung interessiert. Bis ins 17. Jahrhundert wurde der Samen dem Bier beigegeben, lese ich bei Wikipedia. Die ganze Pflanze ist hochgiftig.

Dreierlei Bohnen. Zur Zeit herrscht Bohnenschwemme.

Fast erloschen…

… ist inzwischen die russische Garnisonsstadt im Wald bei Vogelsang. Diesmal zeigen wir B. und B. die Örtlichkeit. Von den ehemals 300 Gebäuden sind nur noch ca. 30 übrig, wenige Wohnblöcke und einige öffentliche Gebäude, Café, Schule, Sporthalle, Reinigung, Theater. Wir treffen auf einen Fotografen, der auch immer wieder herkommt und über die Jahre den Verfall in einer umfangreichen Bildersammlung dokumentiert hat.

Immer noch sind Reste der gläsernen Front des Cafés erhalten.

Lenin mit dramatisch verfärbtem Himmel wirkt besonders.

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Kartoffelblüte

Schönste Jahreszeit, schwül und feucht und wunderbares Wachstum. Gurkengerüst höher bauen, Kartoffeln anhäufeln, leider kippen sie trotzdem um, stehen wohl etwas zu schattig, Tomatentriebe auskneifen, huch, das ist ja plötzlich schon eine Seitenpflanze geworden, hacken, wässern…

Vollgetankt mit nächtlicher Feuchtigkeit und Kühle ist der Garten bereit für den neuen heissen Tag.

Gewagte Farbkombination bei Kartoffelblüte von roter Emalie.

Zum erstenmal gesichtet, keine Ahnung, was das ist.

Tüpfelchen auf dem Käsekuchen.

Gegen Mittag Blumentöpfe ordnen.

Dösig

Wilder Wein schiebt sich übers halbe Asbestscheunendach, hängt lang runter, droht ins verfallene Gemäuer zu wachsen – dann regnet es wieder rein, verfällt es noch schneller. Kann mich gerade nicht aufraffen, ihn zu stutzen.
Satte Kirschenernte, Marmelade, verschiedene Kuchen…

Wachsen aus dem Kern. Anschauliche Triebenergie der Walnuss.

Ensemble aus Weinraute, Glockenblume, brennender Liebe.

Glockenblume mit Besuch…

… und Weinraute.

Perfekt getarnter Hüpfer in Kartoffelkraut.

Schöne Farbkombi.

Kleiner Wald aus arabischer Ringelblume.

Ornamentales Sempervivum.

Śródka, Fussball, Dominsel

Fast wie auf alten Gemälden wirkt die unverbaute Warthe hier, fehlen nur noch ein paar Kühe. Hinten Dominsel. Die dort angebotene multimediale Show ist teils eindrucksvoll. Z.B. kann man auf Bildquadrate des mittelalterlichen Umfelds treten, die dann zur heutigen Erscheinung wechseln. Das Dach ist mit Liegestühlen und Rundumblick schön gestaltet. Im Quizzraum mit Sesseln und Tischen klickt man Antworten in kleine Pulte. Oberflächlich allerdings wirkten manche Erklärungen zu den vielen Bildtafeln (” die Frauen im Mittelalter webten und kochten…”)

Ein Wandbild im Posener Stadtteil Śródka ziert das Viertel.

Am Warthestrand lässt es sich gut aushalten.

Am Strandrand.

Polen : Deutschland, public viewing am Stare Rynek, rappelvoll. Kam Löw ins Bild, wurde gekichert und manche machten eindeutige Bewegungen.

Zur Zeit finden Gedenkfeiern wegen des Posener Junis von 1956 statt. Sehr kurze Kurzfassung: Die Bevölkerung protestierte gegen mangelnde Versorgung, Leerlauf in der Stahlfabrik und Misswirtschaft, es kam zum Aufstand, der von der Miliz blutig niedergeschlagen wurde.

Viel Wetter erlebt in drei Tagen und viele Stimmungen. Ein Besuch der Stadt lohnt sich. Obwohl es dort wenig Graffiti gibt.