Kirchgang

Der Besuch möchte sich den Friedhof angucken, da begleite ich ihn doch gern.

Die Kirchentür nicht abgeschlossen, kleiner Rundgang. Licht strahlt durch die hohen Fenster, geheimnisvoll erleuchtend.

Oben bei der Orgel mehrere Kriegsgedenktafeln, die älteste von 1813. Was war denn da? Ah ja, Befreiungskriege gegen Napoleon.

Detail mit Holzwurmlöchern…

… und einem kleinen alten Bändchen.

Auerochsen und wilde Pferde

Im Nationalpark Unteres Odertal leben in Naturschutzprojekten Wisente, Wasserbüffel, Auerochsen und wilde Pferde völlig selbständig das ganze Jahr über in einer vom Menschen zugelassenen Wildnis. Lediglich an sehr kalten Wintertagen wird etwas zugefüttert, erzählt der Pfarrer. Wir lernen, dass bei den Auerochsen von Zeit zu Zeit in die Herde eingegriffen wird und die Tiere geschlachtet werden, die dem rückgezüchteten Ur nicht entsprechen, die also zu grosse Anteile von Hausrindern haben.
Der Pfarrer öffnet das Gatter und geht erstmal langsam allein auf die Herde zu. Dann kommt er zurück und erklärt, die Tiere möchten nicht, dass wir näher kommen, weil ihnen unsere Gruppe zu gross sei. Später dürfen wir doch näher ran, eine Mutter mit Säugling und einige andere weichen aber lieber zurück.

Eine langsam herbeigetrottete Herde Auerochsen steht abwartend einer etwa ebenso grossen Herde besichtigender Menschen gegenüber.

Neugierige Koniks (polnisch: Pferdchen), zurückgezüchtete Wildpferde, traben direkt auf die Menschengruppe zu…

… und lassen sich streicheln.

Die Auerochsen haben sich wieder verstreut und gehen ihren Gelüsten nach.

Ziziphus jujuba, Zeck und Zitronenfalter

Zurück von der Ostsee. Zum Geburtstagsfest des 60jährigen Jubilars gab es ganz besonderes Essen, das hauptsächlich aus einem sehr grossen runden Parmesankäse bestand, in den wurden portionsweise heisse Nudeln gelegt, die dann mit etwas schmelzend geschabtem Käse auf Tellern überreicht wurden. Dazu Salatblätter. Heftige Kost für “Best-Ager”.
Schön, wieder im Garten zu sein.

Zitronenfalter im Salbei.

Chinesisches Apfelbäumchen Ziziphus jujuba, letzten Herbst gepflanzt, blüht und fruchtet.

Gut erkennbar vorn am Oberschenkel konnte ich die Zecke mit Kärtchen rausziehen. Fünf Tage lebte sie noch in verschlossener Dose.

Bilsenkraut

… wächst überraschend in meinem Garten, wo kommt das her? Dass es Bestandteil der Hexensalbe war und zu Rauschzuständen führen kann, weiss heute nur noch, wer sich für Hexenforschung interessiert. Bis ins 17. Jahrhundert wurde der Samen dem Bier beigegeben, lese ich bei Wikipedia. Die ganze Pflanze ist hochgiftig.

Dreierlei Bohnen. Zur Zeit herrscht Bohnenschwemme.

Fast erloschen…

… ist inzwischen die russische Garnisonsstadt im Wald bei Vogelsang. Diesmal zeigen wir B. und B. die Örtlichkeit. Von den ehemals 300 Gebäuden sind nur noch ca. 30 übrig, wenige Wohnblöcke und einige öffentliche Gebäude, Café, Schule, Sporthalle, Reinigung, Theater. Wir treffen auf einen Fotografen, der auch immer wieder herkommt und über die Jahre den Verfall in einer umfangreichen Bildersammlung dokumentiert hat.

Immer noch sind Reste der gläsernen Front des Cafés erhalten.

Lenin mit dramatisch verfärbtem Himmel wirkt besonders.

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